Sontheimer beeilt sich

Reinhold Sontheimer beim Zapfen des Biers. Hinter ihm Peter Helmer (li.) und Wolfgang Schopper rechts der Neue bei Paulaner: Andreas Kieswetter. Foto: gau

Eilig hatte es Schwangaus Bürgermeister Reinhold Sontheimer beim 30. Starkbieranstich im Schneiderhanser. Traditionell der erste im südlichen Landkreis, immer am Aschermittwoch um 11 Uhr. Diesmal aber wartete Sontheimer nicht, bis die Musik verklungen war, sondern zapfte schon mal an. Obwohl perfekt gelungen, wusste man noch nicht einmal mit wie vielen Schlägen.

Fasching und Salvator, das sind besondere Höhepunkte in Schwangau. So wird der erste Bürgermeister am Rosenmontag entmachtet und aus dem Rathaus vertrieben, am Aschermittwoch bekommt er dann seinen Rathausschlüssel zurück und zapft das erste Fass Salvator an. Doch irgendwie war heuer alles anders, nicht nur beim noch nicht offiziell im Amt bestätigten Bürgermeister. Denn den Schlüssel fürs Rathaus hatte das Prinzenpaar noch gar nicht herausgerückt. Zum letzten Mal auch begleitete Wolfgang Schopper von der Paulaner Brauerei das Spektakel, heuer zum 30. Mal beim Schneiderhanser. So nutzte Martin Helmer, Wirt des Schneiderhanser, die Gelegenheit, um kurz an die Geschichte des Hauses zu erinnern, das vor 29 Jahren zum Schneiderhanser erweitert und umgebaut worden war. Anschließend war es an Walter Sirch, wie in den vergangenen Jahren auch schon, die Starkbierrede zu halten. Und Sirch hatte sich besondere Gedanken gemacht, vor allem über Nackedeis in Saunen und Gärten Schwangaus, über große und kleine Schlösser, über eine Museumseröffnung und natürlich über Schwangaus Nachbarn. Etwa über Füssen, das bald schon hälftig dem Wankmiller-Clan und Hubert Schmid gehören könnte. Bekommt vielleicht deswegen die Lechstadt auch einen Containerbahnhof oder eine neue Recyclinganlage in der Bahnhofstraße, wie er im Gespräch mit Uschi Lax meinte. Vielleicht kauft der Marktoberdorfer ja aber auch noch Schloss Bullachberg, dann bräuchte man doch die angebotene Umgehungsstraße als Zufahrt zum Recyclinghof Schwangau. Gut fand Sirch auch die Lösung der Riedener, es frage sich bloß, wie es weitergehe mit dem Verkehr. Schließlich gibt es ja keine Straße in Brunnen, an die der Tunnel angeschlossen werde. Aber immerhin wisse man, so Sirch in seinem Resümee, dank der intelligenten Ampel an der Lechbrücke, woher der Stau kommt.

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