30. Pfrontener Schalengg-Rennen verbindet Tradition mit einer Riesengaudi

Auf dem Schlitten ins Tal

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Tradition trifft Moderne: Auf Schalengge rasen die Pfrontener und ihre Gäste am Samstagnachmittag den 1000 Meter langen Hang hinab ins Tal.

Pfronten – Früher brachten die Bauern mit den großen Schlitten Holz und Heu ins Tal. Heute sausen damit tollkühne Gestalten bergab, Burschen mit rußigen Gesichtern und Föhla mit langen Zöpfen. Beim „30. Pfrontar-Schalengge-Rennen“ gab es dazu noch einige Premieren.

Natürlich geht es beim Pfrontener Schalengg-Rennen auch darum, Erster zu werden auf der 1000 Meter langen Abfahrt in Pfronten-Kappel. Doch ebenso gehören Gaudi und das Dabeisein zu dem Ereignis, das heuer wieder auf einer guten Schneeunterlage stattfand. 

Schalengge-Rennen in Pfronten

Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann ließ es sich nicht nehmen, erstmals mit einem der großen mit Heu beladenen Schalengge ins Tal zu jagen. Gleiches galt für die neue Pfrontener Bergwiesenheukönigin Sinja I. Bevor allerdings der erste Schlitten mit der Bürgermeisterin ins Tal fuhr, hatte das japanische Fernsehteam seinen Auftritt. Nicht nur, dass die Filmcrew aus Fernost jedes Team und das Geschehen entlang der Rennstrecke auf Film bannte. Zwei Mitglieder fuhren selbst auf einem Schalengge mit und dokumentierten ihre Fahrt mit der Kamera. 

Einen kleineren Unfall gab es auch, der dank des raschen Eingreifens der Bergwacht aber glimpflich ablief. Insgesamt hatten sich im Vorfeld 215 Zweierteams gemeldet, 208 traten tatsächlich auch an und erreichten das Ziel. Manch einer allerdings auch mit einem lädierten Schlitten. Bestes Damenteam waren die „Käskucha Föhla“, die Mädels aus der Käseküche, Maria Geyer und Vreni Lotter, die schnellsten Herren waren die beiden Simons, Gisenhofer und Köhler, oder kurz „Dick und Doof“.

Oliver Sommer

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