Gemeinde Pfronten baut im hinteren Vilstal einen neuen Indianerspielplatz

Ein Wigwam und zwei Totempfähle

+
Im Großeinsatz ist derzeit der Bauhof im hinteren Vilstal. Dort entsteht ein Indianerspielplatz. Offiziell eröffnet werden soll das Areal Anfang August.

Pfronten – Im hinteren Vilstal wird derzeit gehämmert und gesägt was das Zeug hält. Der Grund: Mitarbeiter des Pfrontener Bauhofs bauen und erweitern dort noch bis Ende Juli einen „Indianerspielplatz“.

Das Thema „Indianer“ für den Spielplatz im Vilstal wurde aufgrund der Lage an den ausgedehnten Talwiesen und wegen des vorhandenen Grillplatzes gewählt, teilte die Pfrontener Gemeindeverwaltung jetzt mit. Die einzige offizielle Feuerstelle im Gemeindegebiet wird im Zuge der Neugestaltung der Anlage unter der Leitung von Bauhofchef Leo Erhart ebenso saniert wie das angrenzende Kneippbecken am Triebwerkskanal. 

Die Spielgeräte selbst sind aus Robinienholz gefertigt. Der natürliche Charakter dieser Baumstämme eignet sich gut für die einem Indianerlager nachempfundene Spielwelt. Eine große Kletter-, Balancier- und Rutschanlage mit drei Türmen, ein Wigwam, zwei Totempfähle, ein großes Pferd zum Klettern, mehrere Wippgeräte sowie ein Wackelfloß warten darauf, von den Kindern erobert und bespielt zu werden. Die Gemeindeverantwortlichen sind sich der klischeehaften Inszenierung bewusst. 

„Mit dem Konzept können wir keine historische Wahrheit vermitteln“, erläutert Pfrontens Tourismusdirektor Jan Schubert. „Vielmehr wollen wir die scheinbar zeitlos über verschiedene Medien erzeugte Sehnsucht nach Indianer und Cowboyspielen bei den Kindern nützen.“ Das auch gesellschaftlich sinnvolles Ziel sei es, Kinder und Jugendliche in deren digitalen und analogen Welt abzuholen und in sicheren und kostenfreien Spielplätzen in Bewegung zu bringen, so Schubert weiter. 

Einweihung im August 

Die zwölf Themenspielplätze sowie die Spielgeräte an der Breitenbergbahn und der Kleinfeldfußballplatz am TSV-Gelände werden auch von Gästen und Einheimischen aus Pfrontens Umgebung viel besucht. Der neue Indianerspielplatz soll am Samstag, 1. August, mit einem bunten Kinderfest eröffnet werden. 

Für die Bewirtung sorgen die Teams des Gasthofs „Vilstalsäge“ und der Ortsgruppe des Deutschen Kinderschutzbundes. Der gebürtige Finne und seit einigen Jahren in Pfronten lebende Musicalprofi Espen Nowacki wird mit „Captain Silberzahn“ den Zuschauern außerdem ein fantastisches und fesselndes Musicalerlebnis bieten. Vielfältiges Konzept Seit über zehn Jahren setzt die Gemeinde ein Spielplatzkonzept um. Die Idee, jede Spielanlage nach einem eigenen Thema zu gestalten, ist im Laufe der Jahre auf viel Zustimmung gestoßen.

 Neben den acht kommunalen Spielplätzen haben sich drei Hotelbetriebe und eine Berghütte dem Konzept angeschlossen und neu gebaute Spielplätze öffentlich gemacht. Die 13-Dörfer-Gemeinde bietet nach den Themen „Märchen-“, „Schatzinsel-“, „Regenbogen-“, „Ritter-“, „Planeten-“, „Räubernest-“, „Zirkus-“ und Indianerspielplätze sowie die hoteleigenen Spielplätze „Zauberberg“ (Haus Zauberberg), „Kuh Kuh Matz“ (Schlossanger Alp), „Prinzen und Prinzessinnen“ (Familotel Bavaria) und den Hüttenspielplatz an der Gundhütte an.

kb

Meistgelesene Artikel

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Arbeiten am Comeback

Füssen – Die Freien Demokraten von der FDP wollen im September zurück in den Bundestag. Der Kemptener Stephan Thomae als erfahrener Kandidat und der …
Arbeiten am Comeback

"Ein Segen für unser Land"

Füssen – Gegen persönlichen Egoismus und zunehmende Respektlosigkeit setzen die „Blaulichtorganisationen“ in Füssen und im Umland weiterhin ein …
"Ein Segen für unser Land"

Kommentare