Stadt erhöht Hundesteuer

Mit einem Kampfhund hat Hundedame Chiara nichts gemein. Deswegen muss Herrchen ab dem kommenden Jahr auch nur 75 statt 1000 Euro Hundesteuer für sie bezahlen. Foto: Schuster

Hundehalter in Füssen müssen ab dem kommenden Jahr mehr Steuern für ihre Vierbeiner bezahlen. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. 75 statt wie bisher 50 Euro werden für den ersten Hund fällig, 150 statt bisher 100 Euro kommen für den zweiten hinzu. Jeder weitere macht zusätzlich 200 Euro. Bei der Besteuerung der Kampfhunde überboten sich die Freien Wähler mit Gebührenvorschlägen gegenseitig.

Die einzelnen Steuersätze gelten pro Hund. Wer sich drei Tiere hält, der muss 75 + 150 + 200, also insgesamt 425 Euro jährlich bezahlen. Teurer werden auch die Kampfhunde. Hier hatte die Verwaltung eigentlich vorgesehen, die Gebühr bei den bisherigen 600 Euro jährlich zu belassen. Dritter Bürgermeister Andreas Ullrich (FW) war jedoch für eine Erhöhung auf 750 Euro, sein Fraktionsvorsitzender Michael Wollnitza erhöhte den Vorschlag gleich auf 1000 Euro. Dem folgte der Ausschuss bei der anschließenden Abstimmung. Im Ostallgäuer Vergleich kommen Füssener Hundehalter schlecht weg, die Lechstadt ist die teuerste Stadt im Landkreis. In Kaufbeuren etwa gilt ein Satz von 50 Euro pro Hund – egal wieviele man hält – in Marktoberdorf sind es sogar nur 40 Euro. Buchloe staffelt in der Höhe von 60 Euro für Hund Nummer eins, 85 Euro für Nummer zwei und 110 Euro für jeden weiteren. Als Maßstab präsentierte die Verwaltung den Räten in der Sitzungsvorlage die Gemeinden Schwangau und Nesselwang, die jeweils über dem alten Füssener Satz lagen, sowie Immenstadt, Sonthofen, Oberstdorf und Schongau. Diese vier variieren untereinander leicht, bewegen sich aber in etwa auf dem neu beschlossenen Füssener Niveau. In allen genannten Städten und Gemeinden müssen Besitzer eines Kampfhundes zwischen 500 und 1023 Euro jährlich berappen. Von der Steuererhöhung verspricht sich die Kämmerei ein Jahresplus von 12.000 Euro. Vor dem Jahreswechsel kann sie jedoch nicht in Kraft treten, da die Hundesteuer jährlich erhoben wird und der 1. Januar jeweils der Stichtag ist. Die Hundesteuer legt jede Kommune selbst fest.

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