Künftig darf am Krankenhaus nur noch 30 Minuten geparkt werden

Ärger wegen Parkzeiten

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Dieses Schild soll die Besucher auf die geänderten Parkzeiten hinweisen.

Füssen – „Ich finde das unnötig und unfair.“ Scharfe Kritik am Vorgehen des Klinikverbundes Ostallgäu-Kaufbeuren äußerte BfF-Stadtrat Dr. Martin Metzger in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments.

Er wirft dem Verbund vor, auf eine Änderung der Parkzeiten am Klinikum Füssen nicht ausreichend aufmerksam gemacht zu haben, sodass viele Patienten und Besucher bereits einen Strafzettel kassiert hätten. Die Stadtverwaltung will nun mit dem Klinikverbund Lösungen diskutieren, dieser wiederum widerspricht der Darstellung Metzgers.

Laut Metzgers habe der Klinikverbund Anfang vergangener Woche ohne Vorwarnung die Parkzeit auf dem Parkplatz des Krankenhauses von 90 auf 30 Minuten verkürzt, diese Maßnahme aber nicht mitgeteilt. Lediglich ein kleines Schild weise auf die Maximalparkdauer von 30 Minuten hin. „Ich finde das unnötig und unfair“, sagte er.

Denn das Schild werde häufig übersehen, zumal viele Besucher aus Gewohnheit von den üblichen 90 Minuten ausgingen. So hätten bereits mehrere überraschte Patienten von ihm Strafzettel erhalten, um die er sich jetzt kümmern müsse.

Da für die Überwachung des Füssener Krankenhausparkplatzes ebenfalls die städtische Verkehrsüberwachung zuständig sei, forderte er eine vorläufige Aussetzung der Kontrollen bis das Klinikum die geänderten Parkzeiten kommuniziert habe. „Wir brauchen da eine Lösung im Sinne der Bürger“, appellierte er.

Stadt will Gespräche suchen

Bürgermeister Paul Iacob (SPD) bestätigte, dass die kommunale Verkehrsüberwachung tatsächlich auch für den Krankenhausparkplatz zuständig sei. Dies sei vertraglich mit dem Klinikverbund geregelt. Daher könne die Stadt auch nicht einfach die Kontrollen aussetzen. Man wolle darüber aber Gespräche mit den Verantwortlichen auf Seiten des Klinikverbundes führen. Denn auch die Stadtverwaltung sei nicht über die geänderten Parkzeiten informiert worden.

Beim Klinikverbund Ostallgäu-Kaufbeuren kann man die Aufregung indes nicht nachvollziehen. Pressesprecherin Roswitha Martin-Wiedemann bestätigte auf Anfrage des Kreisbote, dass die Parkzeiten tatsächlich von 90 auf 30 Minuten reduziert wurden. „Dies war nötig, da der Parkplatz stets auch von vielen Touristen, aber auch Einheimischen für Besuche und Einkäufe in der Stadt genützt wird“, erklärte sie.

Weil deshalb oftmals keine freien Parkplätze mehr zur Verfügung gestanden hätten, habe es zahlreiche Beschwerden von Patienten, Angehörigen und Klinikpersonal gegeben. Nun hoffe man, dass sich die Parksituation für Patienten und Mitarbeiter entschärfe.

Stornierung möglich

Der Kritik von Metzger widersprach sie. „Selbstverständlich werden die Parkplatznutzer über ein Hinweisschild über die verkürzte Parkzeit informiert“, betonte die Kliniksprecherin.

Für Patienten und deren Angehörige habe die neue Regelung aber ohnehin keine Auswirkungen, so Martin-Wiedemann weiter. „Selbstverständlich erhält nach wie vor jeder Patient oder Angehörige in der Klinik einen Parkschein, der für die Dauer seiner Behandlung, seines stationären Klinikaufenthaltes bzw. seines Besuches eine kostenfreie und unbegrenzte Parkdauer erlaubt“, sagte die Kliniksprecherin.

 So erhielten Patienten bereits in der vorstationären Behandlung einen Parkschein für ihren bevorstehenden Aufenthalt im Füssener Krankenhaus. Sollte dennoch einmal ein Patient wegen eines plötzlichen Notfalls oder der Geburt des Kindes einmal einen Strafzettel bekommen, weil keine Zeit mehr war einen Parkschein zu lösen, so könne dieser bei der Klinikleitung eingereicht werden. „Dieser wird dann storniert“, erläuterte die Pressesprecherin.

Matthias Matz

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