Stadtfest wasserfest

Da wurde es selbst dem Gondoliere auf dem Schrannenplatz zu feucht: Nach einer Woche sengender Hitze war es blanker Hohn, dass just am Stadtfest-Samstag der Regen ab dem späten Nachmittag gar nicht mehr aufhören wollte und so der Großteil des Unterhaltungsprogramms ins Wasser fiel. Wer früh genug dran war oder Lust hatte, am Sonntag wiederzukommen, der bekam trotzdem noch was von der Feststimmung mit.

Heuer hatten die Organisatoren um Philipp Hoffmann von Füssen Tourismus das Stadtfest auf den Schrannenplatz beziehungsweise den Brotmarkt verlegt und – in diesem Jahr wohl ein Muss – dem Thema der Landesausstellung Bayern-Italien angepasst. So stach am „bayerischen“ Brotmarkt um Punkt 11 Uhr Bürgermeister Paul Iacob (SPD) das erste Bierfass an. Die obligatorische Blasmusik lieferte die Harmoniemusik Füssen. Für das leibliche Wohl gab es Weißwürste, Leberkässemmel und andere deftige bajuwarische Speisen. Der Schrannenplatz war dem Partnerland Italien gewidmet. Dort gab es Prosecco mit Bitterino, Eis und aus den Boxen tönte italienische Schlagermusik. Weniger urig, sondern etwas edler war das Ambiente auf diesem Stadtfest-Schauplatz. Gondel fahren in Füssen Die passende Musik gab auch ein Gondoliere a cappella zum besten, der gegen ein Trinkgeld die Gäste durch die Fußgängerzone fuhr, so auch Thomas Sandler und Susanna Campana aus Füssen, die einfach mal zum Spaß mitfuhren und sich von zahlreichen Touristen knipsen ließen. Für die Dame mit dem italienischen Namen dichtete der Gondelführer sein Lied kurzerhand um und Sang „Susanna Susanna Susanna“. Auf dem Brotmarkt sorgten unter anderem die Kinder der Trachtengruppe „D’Neuschwanstoaner“ und Alphornbläser für bayerische Unterhaltung, ehe gegen 16 Uhr der Regen einssetzte. Das Unterhaltungsprogramm war von da an beendet. Trocken zum Frühschoppen „Alles ab dem Auftritt der Tanzschule Zaharia mussten wir absagen“, erklärte Organisator Hoffmann am Sonntag gegenüber dem KREISBOTE. Die Gruppe „Alpensperrmüll“ fand zwar noch eine Halle, die Stelzer blieben jedoch am Boden, die Feuershow und das Theater „Pulcinella“ entfielen und die „Rockaholix“ aus München, die ab 21 Uhr den Brotmarkt hätten beschallen sollen, steckten ihre E-Gitarren gar nicht erst ein. Schade war das besonders für die Gastronomen, deren Umsatz entfiel, bedauerte Hoffmann. Am Sonntag jedoch bildeten sich wieder lange Schlangen an den Essens-Buden und die Bierbänke auf dem Brotmarkt waren zum Frühschoppen und den Auftritten des Trachtenvereins Burg Hopfen wieder gut gefüllt. Die Gruppe „Topas“ spielte zudem außerplanmäßig und ohne Gage stundenlang auf. Bei mildem Wetter klang das Füssener Stadtfest so gemütlich aus.

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