Stadtrat ist mehrheitlich gegen Windkraft im Raum Füssen

Windkraftanlagen im Raum Füssen? Der Stadtrat ist mehrheitlich dagegen und fürchtet um das Landschaftsbild. Foto: Archiv

„Ungetüme“, „Monster“, „Spargel“ – Besonders schöne Bezeichnungen wählten die Füssener Stadträte nicht, als sie am Dienstag über mögliche Windkraftanlagen im Raum Füssen diskutierten. Mehrheitlich war das Gremium dagegen. Einige Räte wollten sich der Windkraft im südlichen Landkreis jedoch nicht völlig versperren und so kam es zur teils hitzigen Debatte.

Der Stadtrat war aufgefordert, zum Landesentwicklungsprogramm (LEP) für Bayern eine Stellungnahme abzugeben. Auch das Thema Windkraft ist darin Thema. Wie bereits der Regionale Planungsverband Allgäu heuer festgesetzt hat, sind Windräder bald auch südlich der B12 möglich. Um Siedlungen, Naturschutzgebiete etc. gelten aber weiträumige Verbotszonen. Zieht man die ab, bleibt in und um Füssen kaum mehr ein Fleck, wo ein Windrad gebaut werden dürfte, und die, die bleiben, sind wegen ihrer geringen „Windhöffigkeit“ nicht wirtschaftlich. Dennoch wollten die meisten Räte nach München signalisieren, dass sie in der Region gar keine Windräder wollen. „Wir sind ein Fremdenverkehrs-Vorzeigeort“, gab Günter Knauss (Bürgerblock) zu bedenken. Er fürchtete um das Landschaftsbild. „Wir haben bereits unglaublich viel geopfert“, beklagte übereinstimmend Magnus Peresson (UBL). Dr. Martin Metzger (BFF) sprach sich jedoch mit Unterstützung von Petra Schwartz (Grüne) und Teilen der SPD-Fraktion gegen einen kompletten Ausschluss aus. „Wir machen uns ohne Not eine Tür zu“, mahnte Schwartz. Dennoch sprach sich das Gremium gegen fünf Stimmen gegen Windkraftanlagen in und um Füssen aus. Zudem beschloss der Stadtrat, eine B310-Verlängerung von der B16 zur B17 als Zielformulierung in die Stellungnahme zum LEP aufzunehmen.

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