Dem Stadtbild verpflichtet

Ein altes Bauernhaus in der Glückstraße wurde kürzlich abgerissen. Das für das Viertel typische Stadtbild will der Stadtrat jetzt per Bebauungsplan bewahren (Hintergrund). Foto: Knoll

Füssen – Einstimmig hat der Stadtrat am Dienstagabend beschlossen, einen Bebauungsplan zwischen Kirchstraße, Rudolfstraße, Ottostraße und Sonnenstraße zu erlassen. Damit will der Rat das historische Stadtbild in dem Viertel erhalten.

Als vergangenes Jahr ein Bauherr eine alte Villa in der Rudolfstraße abreißen und ein modernes Wohnhaus errichten wollte, sträubte sich der Stadtrat dagegen – vergeblich. Das Landratsamt erteilte die Baugenehmigung trotzdem. Damit so etwas in dem Viertel westlich der Innenstadt nicht mehr passiert, soll jetzt ein Bebauungsplan Regeln für künftige Bauherren definieren. 

Eigentlich hatte die Verwaltung vorgesehen, nur ein unbebautes Grundstück in der Glückstraße zu überplanen und eine Veränderungssperre darüber zu verhängen, bis der Plan fertig ist. Doch Stadtrat Dr. Christoph Böhm (BFF) beantragte, den Bebauungsplan auf das Areal zwischen Rudolf,- Kirch-, Otto- und Sonnenstraße auszuweiten. So soll die Bebauung in dem Viertel, indem teils Villen aus den 30er Jahren stehen, erhalten bleiben und keinen Bausünden zum Opfer fallen. 

Zustimmung bekam er aus ausnahmslos allen Fraktionen und auch Bürgermeister Paul Iacob (SPD) zog mit. Eine Veränderungssperre wird allerdings nur über einige unbebaute Areale in der Glückstraße verhängt. Gälte die Sperre für das ganze Planungsgebiet, dürften Besitzer bestehender Häuser auch nichts mehr an- oder umbauen. Zwar verzettelten sich die Räte in dieser Frage zeitweise, waren sich am Ende aber bei einer Gegenstimme auch hier einig. ps

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