Stadträte besichtigen den Neubau der Stadtwerke Füssen im Gewerbepark Allgäuer Land

"Der Standort ist ideal"

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Die Füssener Stadträte schauen sich zusammen mit Helmut Schauer, Leiter der Stadtwerke Füssen (2.v.l.), die Wasserzähler und Leitungen an, die die Mitarbeiter der Stadtwerke für die Besichtigung ausgestellt haben.

Füssen – Zu einer Führung durch ihr neues Betriebsgebäude im Gewerbepark Allgäuer Land haben am Mittwoch die Stadtwerke Füssen eingeladen. Seit Januar ist hier die technische Verwaltung der Wasser- und Abwasserversorgung sowie das Lager untergebracht.

Die Verwaltung ist nach wie vor im Rathaus zu finden. Der Bauablauf sei „unproblematisch“ gewesen, erklärte Architekt Werner Lehrburger. Und auch bei den Ausgaben sei man im Rahmen der Kostenschätzung geblieben. 1,55 Millionen Euro hat der Bau gekostet. Darin enthalten sind auch die Ausgaben für die Außenanlage, den Bodenaushub und die Nebenkosten, sagte Lehrburger. Für das Grundstück musste man zusätzlich 300.000 Euro auf den Tisch legen. Das habe man geschafft, ohne „die Gebühren zu erhöhen“, erklärte Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD). 

Die Vorgabe war ein einfaches, funktionelles Gebäude ohne Schnickschnack zu schaffen, so Lehrburger. Der Architekt legte sein Augenmerk beim 349 Quadratmeter großen Verwaltungsgebäude vor allem auf die einfache Strukturierung. Neu sei, dass sich jetzt die Abwasserbeseitigung und die Wasserversorgung unter einem Dach befinden. Die beiden Abteilungen müssten allerdings strikt voneinander getrennt werden, so die Vorgabe. 

Im Erdgeschoss befinden sich die jeweiligen Sozial- und Aufenthaltsräume beider Abteilungen sowie Werkstätten, das Lager und die Haustechnik. Im Obergeschoss sind sechs Büros, ein Besprechungsraum, Toiletten und der Serverraum untergebracht. Daneben gibt es noch eine Halle, in der sich das frostfreie Lager, das Außen- und Rohrlager befinden. Die Fahrzeuge können in der Garage mit acht Stellplätzen abgestellt werden. Darüber gibt es noch ein zusätzliches Lager. 

Aufstockung ist möglich 

Bei seinen Planungen hat der Architekt auch in die Zukunft geschaut. So kann der Verwaltungsbau um ein Geschoss aufgestockt und nachträglich noch ein Aufzug eingebaut werden. Auch bei der Halle ist eine Erweiterung um eine Achse möglich. Genug Platz – das war das Hauptproblem beim ehemaligen Gebäude der Stadtwerke in der Hieblerstraße 19, wie Helmut Schauer, der Leiter der Stadtwerke, erklärte. 

Nach dem Ablauf des Pachtvertrages habe sich die Stadt 2012 überlegt das Haus zu erwerben, zu sanieren und zu vergrößern oder gleich ein neues Gebäude zu bauen. Der Neubau stellte sich als günstigere Lösung heraus. Nachdem auch der Stadtrat im Juni 2013 das Projekt abgesegnet hatte, begannen die Arbeiten im Herbst 2014. Dabei musste der Untergrund durch Lechkies ersetzt werden. Zum Jahreswechsel 2015 waren die Gebäude dann fertig. Im Januar sind die Stadtwerke dann „nach und nach umgezogen“, so Schauer. „Der Standort ist ideal“, erklärte der Werksleiter, der sich beim Abwasserzweckverband Füssen und der Stadt Füssen bedankte. Ohne sie wäre das Projekt „nicht möglich gewesen.“ 

Sein Dank galt auch Lehrburger, der ein „Glücksgriff für die Stadt“ gewesen sei, sagte Schauer. Hier sei ein Gebäude entstanden, in dem man „effektiv und effizient arbeiten“ könne, meinte auch Bürgermeister Iacob. So werde die „Sicherheit der Wasserversorgung gewährleistet.“ Bei einem Rundgang besichtigten die Stadträte das Gebäude und ließen sich von den Mitarbeitern deren Arbeit erklären. Sie zeigten beispielsweise, wie man heute mit GPS den Verlauf der Rohre festhält.

Katharina Knoll

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