Geplante Streckenführung des neuen Radwegs sorgt für Diskussionen

Planungen werden fortgesetzt

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Dass der neue Radweg zwischen Pfronten und Zell eine starke Steigung bekommen soll, stößt auf Kritik.

Pfronten – Zum abendfüllenden Hauptthema entwickelte sich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates der geplante Neubau des Radwegs zwischen Pfronten und Zell. Dass es zum Bau eines Radwegs kommen muss, ist schon seit einem Beschluss im Jahre 2015 unstrittig.

 Über den geplanten Streckenverlauf entbrannte aber eine heftige Diskussion. Am Ende stimmte das Gremium für eine Fortsetzung des Planungsverfahrens.

Dr. Otto Randel (Pfrontener Liste) lehnte im Namen seiner Fraktion den momentan geplanten Streckenverlauf grundsätzlich ab. Diese Variante des Radwegs berücksichtige mit seinem so geplanten Streckenverlauf in keinster Weise die Interessen der eigentlichen Benutzer, den Radfahrern. Wegen der entstehenden enormen Steigung zwischen Pfronten und Zell werde der Weg vom Radfahrer nie angenommen werden, argumentierte Randel.

Ein Radfahrer, der aus Richtung Pfronten komme, habe vorher schon die erhebliche Steigung vom V-Markt bis zum Kreisverkehr auf der Steinrumpel erklommen. Nochmal eine solche Steigung vor Zell mache deshalb doch keiner mehr mit, gab Randel zu bedenken.

Zu wenig Alternativen

 Er befürworte daher eine generell andere Wegführung des Radwegs. Auch würde durch den geplanten Grünstreifen von drei Metern zwischen Straße und Radweg eine enorme Flächenverschwendung betrieben, die generell allen gefassten Zielen der bayrischen Landesregierung widersprechen würde.

 Der anwesende Referent des zuständigen Planungsbüros aus Kempten entgegnete auf Randels Argumente, dass nur die geplante Lösung förderfähig durch den Freistaat sei. Alle anderen Lösungen müsse die Gemeinde auf eigene Kosten bauen. Dr. Randel gab sich damit jedoch nicht zufrieden.

Eine Lösung nach dem Motto „so oder gar nicht“, sei für ihn untragbar. Schließlich würde nicht einmal im Ansatz über einen alternativen Streckenverlauf nachgedacht, kritisierte der Gemeinderat Randel. Toni Freudig (unserpfronten) schloss sich dieser Meinung an. Seitens der Gemeindeverwaltung wurde zum Ausdruck gebracht, dass sehr wohl andere Lösungsvorschläge in Betracht gezogen worden wären, aber alle hätten noch mehr Nachteile mit sich gebracht.

„Die Planung ist zwar so nicht die allerbeste, aber ein gangbarer Weg“, so Bürgermeisterin Michaela Waldmann. An dieser Stelle brachte Heinz Heer (FWP), selbst Bauunternehmer, die geplante Aus- bzw. Einfahrt in die Kiesgrube neben der Straße ins Spiel. Seiner Meinung nach verließen hier 400 bis 500 Lkw täglich die Kiesgrube. Dies stelle eine nicht unerhebliche Gefährdung für die Radfahrer dar.

Gerade bei der Planung eines neuen Radweges gelte es, so etwas zu verhindern. Der Gemeinderat entschied sich bei drei Gegenstimmen, das begonnene Planungsverfahren trotzdem fortzuführen, räumte aber noch erheblichen Diskussionsbedarf ein.

Ralph Finger

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