Musikalische Suche nach Liebe

„Manni“ und seine musikalische Suche nach einer Frau: Davon handelte das Stück „Ja! Schatz“ mit Matthias Klösel und Stephanie Knauer am Klavier. Foto: Berndt

Füssen – Die Liebe in all ihren Facetten aufblühen ließ am Freitagabend die Theaterwerkstatt Augsburg mit ihrem musikalischen Schauspiel „Ja! Schatz!“ im Kaisersaal des ehemaligen Klosters St. Mang. Hier präsentierten Matthias Klösel im Stil von Max Rabe Hits aus den zwanziger und dreißiger Jahren.

Über das musikalische Schauspiel „Ja! Schatz!“, das die Theaterwerkstatt Augsburg den gut 100 Besuchern präsentierte, dürfte sich nicht nur das Publikum, sondern auch die Wasserwacht Füssen gefreut haben. Kommt der Gewinn, den die Veranstalter vom Standesamt Füssen nach Einschätzung von Leiter Andreas Rösel „mit Sicherheit“ gemacht haben, doch in voller Höhe der Jugend der Wasserwacht zugute. Für den ersten Vorsitzenden Rudolf Achatz war es deshalb auch „selbstverständlich Ehrensache“, dass er das knapp eineinhalb Stunden lange Schauspiel in der Kleinkunstreihe „Wo Träume wahr werden“ mit seiner Frau besuchte. Er amüsierte sich wohl ebenso köstlich über die Geschichte, wie man es nach dem kräftigen Applaus zu schließen auch vom Rest der Zuschauer vermuten darf. 

Von Stephanie Knauer musikalisch meisterhaft am Klavier begleitet, zog „Manni“ alias Matthias Klösel gesanglich und schauspielerisch alle Register, als er jede Menge unvergessliche Hits der zwanziger und dreißiger Jahre Revue passieren ließ. Unter der Regie von Reiyk Bergemann erwiesen Knauer und Klösel, der das Stück eigens für den Auftritt in Füssen geschrieben hatten, unter anderem den „Comedian Harmonists“ und Georg Kreisler ihre künstlerische Reverenz. So entwickelten sich die Hochzeitsvorbereitungen, die „Manni“ auch ohne Braut schon mal vorsorglich geplant hat, zu einer Art Kaleidoskop von Hits à la „Veronika, der Lenz ist da“, „Ich steh´ mit Ruth gut“, „Oh,  Donna Clara“, „Bei mir biste scheen“ und „Ich hab´ das Fräulein Helen baden sehen“. Diese servierte Klösel dem Publikum im Stile eines Max Raabe sprechend, singend und tanzend. So bereitete er den Zuschauern einen durch und durch „liederlichen“ Abend, an dem die Liebe in all ihren Facetten aufblühte.lex

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