Sternschnuppen verschenken

Die Kindergartenkinder, Eduard Peter (erster v. l.), Wolfgang Englert (dritter v.r.) sowie Jan Faßhold (zweiter v.r.) von den Sternfreunden Füssen, Pfarrer Joachim Spengler (zweiter v.l.), Kindergartenleiterin Carla Tschan und Georg Schweiger (1. v.r.) vom EW-Reutte freuen sich über die Sternschnuppe in der Sternschnuppe Foto: Knoll

Weil der evangelische Kindergarten Sternschnuppe schließlich auch eine echte Sternschnuppe braucht, haben die Sternfreunde Füssen dem Kindergarten Meteoritenbruch- stücke geschenkt und in eine Bodenleuchte in der Aula einbauen lassen. Am vergangenen Mittwoch präsentierten dann Vertreter der Gruppe von 20 Hobbyastronomen mit der Kindergartenleitung und den Kindern die kleinen „Sternschnuppen“.

Bruchstücke des Meteoriten Sikhote-Alin, der am 12. Februar 1947 mit einer Geschwindigkeit von 50.000 Stunden- kilometer in Ostsibirien auf die Erde aufgeschlagen ist, haben die Sternfreunde dem Kindergarten gestiftet. So schnell müsste man übrigens fahren, wenn man in einer Sekunde von Marktoberdorf in Füssen sein will, veranschaulichte Wolfgang Englert von den Sternfreunden Füssen. Da ein Meteorit beim Fallen Leuchtspuren erzeugt, nennt man sie auch Sternschnuppen. Die waren bei dem Eisenmeteoriten so hell wie 1000 Gewitter, so dass ein 16-jähriger Augenzeuge den historischen Augenblick für den Ausbruch des Atomkriegs hielt. Diese „Sternschnuppe“ hatte eine Masse von circa 100.000 Kilogramm und die einzelnen Splitter erzeugten nach dem Zerplatzen des Meteoriten beim Aufschlag 120 Krater, von denen der Größte sechs Meter tief ist und einen Durchmesser von 28 Meter hat. Splitter wie die des Sikhote-Alins erhalten die Hobbyastronomen von Astromessen oder dem Max Plank Instiut. „Dann sind wir ja alle tot“, rief ein Bub, als der Pensionär den Kindern die verschiedenen Planeten näher brachte und erklärte, dass ein Autofahrer 173 Jahre braucht, wenn er mit 100 Stundenkilometer zur Sonne fahren will. Was mit einem Meteoriten passiert, wenn er auf die Erde aufschlägt, sahen die Kinder an den Eisen- und Steinmeteoriten, die die Hobbyastronome zusätzlich mitge- bracht haben. Die sind so alt wie die Erde, nämlich 4,6 Milliarden Jahre, und durften die Kinder sogar in die Hand nehmen. Nach dem Vortrag bedankten sich die Kinder mit einem Weihnachtslied bei den Sternfreunden Füssen.

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