45 Polizeischüler feiern in Reutte ihre Eingliederung in die Polizei

"Engagierter Nachwuchs"

+
Insgesamt 45 Polizeischülern, darunter auch 19 junge Frauen, werden am Freitag in Reutte bei der Klosterkirche ihre Dekrete übergeben. Gerade einmal zehn Prozent aller Bewerber schaffen das strenge Auswahlverfahren.

Reutte – Ein Großaufgebot an Polizeikräften sorgte in der Marktgemeinde vergangenen Freitag für einiges Aufsehen. Der Grund dafür war aber ein harmloser, ja sogar erfreulicher.

Vor großem Publikum und in Anwesenheit von Repräsentanten aus allen Gesellschaftsbereichen wurden am Platz zwischen Klosterkirche und Bezirksgericht den Absolventen von zwei Jahrgängen der Ausbildung an der Sicherheitsakademie Wiesenhof ihre Dekrete übergeben. Mit berechtigtem Stolz wurden 45 Polizeischüler, darunter 19 junge Frauen, in die Sicherheitstruppe Tirols eingegliedert. 

Von bewegenden und fordernden Zeit sprach Landespolizeidirektor Helmut Tomac, vor allem im Hinblick auf die aktuellen Geschehnisse rund um Flüchtlinge und Asylbewerber. 

Die Anforderungen an die österreichische Sicherheitstruppe hätten in dieser Problematik eine nie da gewesene Dimension erreicht, die Ausbildung an der Polizeischule in Wiesenhof bei Absam habe aber auch in dieser Richtung mittlerweile neue Wege eingeschlagen und vermittle das nötige Rüstzeug. „Engagierter Nachwuchs, der sich mit Idealismus für die Gesellschaft und die Menschlichkeit einsetzt, ist für uns unverzichtbar“, meinte Helmut Tomac in seiner Ansprache und bestätigte den „Neuen“ ihre Qualifikation für die kommenden schweren Aufgaben. 

Gerade einmal zehn Prozent der Bewerber schaffen das strenge Auswahlverfahren. Ministerialrat Norbert Leitner, der Leiter der Sicherheitsakademie im Bundesministerium für Inneres, überbrachte die Grüße „seiner“ Ministerin Johanna Mikl-Leitner und bestätige den neuen Beamten, die Besten nach den strengen Kriterien der Auswahl zu sein. Nur mit Begeisterung für den Polizeiberuf, mit Kraft und Mut seien die kommenden Herausforderungen zu meistern. Lebenslanges Lernen sei gefordert, nach einem neuen Karrieremodell seien aber auch mit dem nötigen Willen und Einsatz ungeahnte Möglichkeiten in den verschiedensten Bereichen möglich. 

Leitner gab den Eleven das Zitat „Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom, hört man damit auf, treibt man zurück“ von Laotse mit auf den weiteren Weg. Die Polizeidirektion Tirol hatte heuer Reutte als Repräsentationsort gewählt, erntete dafür viel Beifall und feierte am Abend in der Ehrenbergarena auf der Klause ihr gemütliches Sommerfest. Die Reuttener Bevölkerung kam mit dem Festakt anschließend noch in den Genuss eines mit Bravour gespielten Konzertes der Polizeimusik Tirol.

niko

Meistgelesene Artikel

Neue Ideen

Pfronten – Für frischen Wind beim diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Pfronten im Pfarrheim St. Nikolaus sorgten jetzt die Geistlichen Andreas …
Neue Ideen

Eine vorsichtige Kalkulation

Nesselwang – Weniger Einnaben, geringere Schlüsselzuweisungen und gestiegene Kosten: 2017 wird wohl ein nicht so gutes Wirtschaftsjahr für die …
Eine vorsichtige Kalkulation

1649 Stunden im Einsatz

Reutte – Viel zu tun hatte die Freiwillige Feuerwehr Reutte im vergangenen Jahr. Das wurde bei der Generalversammlung der Wehr im Hotel „Goldener …
1649 Stunden im Einsatz

Kommentare