"Superstars" unserer Gesellschaft

Langjähriges Bestehen bietet immer Anlass für eine entsprechende Würdigung. Das 75. Jubiläum war dann auch für eine wichtige Rettungsorganisation wie die Wasserwacht Nesselwang natürlich Grund genug, ein großes Fest zu organisieren.

Nach einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Andreas trafen sich Aktive und Gäste anschließend im Pfarrheim. Dort war im Foyer eine liebevoll zusammengestellte Ausstellung aufgebaut worden, die beispielsweise unter dem Motto "Wie alles begann" auch sehr interessante Archivfotos zeigte. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Michael Ebenhoch eröffnete Barbara Strobel vom Kreisverband den Reigen der Grußworte. Sie war für die kurzfristig verhinderte Präsidentin des bayerischen Roten Kreuzes, Prinzessin von Thurn und Taxis, eingesprungen, um die Gratulation und den Dank des Landesverbands zu überbringen. Nachdem man erstaunlicherweise in der schwierigen Zeit zwischen den beiden Weltkriegen sehr klein angefangen habe, so Strobel, verfolge die jetzt gut ausgerüstete und schlagkräftige Organisation der Wasserwacht immer noch das Ziel, anderen zu helfen, auch wenn man inzwischen nicht mehr mit dem Fahrrad zum Einsatz fahren müsse. Landrat Johann Fleschhut hob in seinem Grußwort besonders den Dienst der Wasserwacht in der Seenlandschaft des südlichen Allgäus hervor. "Ihre Einsätze geben uns und unseren Kindern ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Lebensretter sind auch präventiv tätig". Der Kreischef nahm das Jubiläum natürlich zum Anlass, sich bei allen ehrenamtlichen Verantwortlichen und Aktiven herzlich zu bedanken. Auch der Leiter des Wasserwachtbezirks Schwaben, Helmut Röhm gratulierte. Hilfe zu fordern sei heute selbstverständlich, aber leider nicht mehr, Hilfe zu leisten. "Ihr seid die Superstars unserer Gesellschaft", betonte er, gratulierte und sagte Dank so wie auch der Kreisvorsitzende Wolfgang Hannig. Dieser scherzte: "Ich weiß genau, wie die Aktiven lange Reden schätzen und fasse mich deswegen kurz". Die Wasserwachtler bezeichnete er als "stille Helden unserer Zeit". Bürgermeister Franz Erhart erinnerte sich in seinem Grußwort an die Zeit, als die Wasserwacht noch Skirennen veranstaltet habe. "Damals mussten wir oftmals bangen, dass es "Wasserrennen" wurden". Besonders betonte der Rathauschef, dass die Wasserwacht eine feste und wichtige Institution im Ort sei, bevor er im Namen des Marktes seinen Dank abstattete. Trachtlerchef Reinhard Gschwend machte sich zum Sprecher der Nesselwanger Vereine. Er überreichte wie die anderen Redner auch eine Finanzierungshilfe und dazu einen kleinen Rettungsring. "Damit Ihr Euch auch die nächsten 75 Jahre über Wasser halten könnt". Nach einem Zwischenspiel des "Alpspitztrios" hielt Vorsitzender Michael Ebenhoch den Festvortrag in Form einer reich bebilderten Präsentation. In Bild und Kommentar beleuchtete er die Chronik von 75 Jahren Nesselwanger Wasserwacht, in der auch der "Stützpunkt Wald" den gebührenden Platz einnahm. Die heutige Arbeit, so Ebenhoch, sei davon gekennzeichnet, dass zu den Kernaufgaben auch eine permanente Weiterbildung sowie der Natur- und Umweltschutz gekommen sei. Mit herzlichem Dank an die "Festausrichter", allen voran Gerhard Korn und die Gärtnerei Hartmann für den gespendeten Blumenschmuck schloss Ebenhoch seine Ausführungen und leitete zum gemütlichen Teil des Abends über. dm

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