"Immer dieses Theater!"

Die Theatergruppe der Realschule Füssen bei ihrer Aufführung. Foto: Berkmüller

Füssen – Mit einer Eigenproduktion der Theatergruppe der Johann-Jakob-Herkomer-Schule Füssen wurde das dreitägige Theaterfestival am Montagnachmittag eröffnet. „Immer dieses Theater!“ bildete eine moderne junge Auseinandersetzung mit dem Thema.

Dabei spielten Gedanken wie „Warum Theater?“ und „Wer kriegt die Hauptrolle?“ ebenso eine Rolle wie „Wer ist die Rampensau? Und was machen wir mit ihr?“. Von überraschenden Standpunkten aus und ausdrucksstark setzten die insgesamt 43 Schauspieler das gemeinsam entwickelte Stück um. Spielleiterin Sabine Schmid hatte mit viel Einsatz eine Feedback-Kultur in der Theater-Gruppe eingeführt. „Erste Ideen werden inszeniert. Anschließend werden die Szenen gemeinsam besprochen und kritische Stellen mit „Das gefällt mir nicht, weil..." kommentiert", erklärt die engagierte Lehrerin. So kämen viele Verbesserungen und neue Vorschläge, die dann zu einem Theaterstück zusammengefasst wurden. 

Es entstand aber zugleich auch das Rahmenprogramm zur Eröffnung der 29. Theatertage der Bayerischen Realschulen: In Vorbereitung auf die Theatertage brachten sich die Schüler in den wöchentlichen Theaterproben und zwei Theaternächten, zum Beispiel die Choreographie zur theatralen Ankündigung von Landrat Johann Fleschhut bei, bei dem sich die Truppe mit „Wir tanzen ihm auf der Nase rum!" für die neue Bühne bedankten. 

Das Konzept scheint aufzugehen: Die Mitglieder der Theatergruppe sind auf der Bühne ganz offensichtlich in ihrem Element, sie genießen es, selbstbewusst in ihre Rollen zu schlüpfen. Und die Leidenschaft, die sie in ihre Rollen legen, überträgt sich aufs Publikum. 

Mit dem zum traditionellen Theater zu zählenden Stück „Zur Klapp(s)-Rothmühle“ trat dann am Dienstagmorgen die Gruppe der Ferdinand-von-Miller-Realschule Fürstenfeldbruck bei den Theatertagen an. Mit ihrer gelungenen Version des Lustspiels „Pension Schöller" von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs zeigten die 12 Mädchen und 8 Jungen ihr Können, in dem sie mit ihren Rollen trefflich verschiedene Facetten des Andersseins, des vermeintlich Verrücktseins verkörperten. Nicht zuletzt stellt sich auch dem Publikum die Frage: „Will ich denn normal sein?“ ab

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