Investor spricht exklusiv im Kreisbote über seine Wasserski-Pläne

Aus Füssen – für Füssen

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Geht es nach Thorsten Dischereit, ist Wasserski-Fahren in absehbarer Zeit auf dem Forggensee möglich.

Füssen – Der Füssener Thorsten Dischereit ist einer der beiden Investoren, die am Westufer des Forggensees eine Wasserski- und Wakeboard-Anlage bauen wollen (siehe Seite 5 dieser Kreisbote-Ausgabe). Exklusiv in unserer Zeitung spricht der 36-jährige Prokurist einer Füssener Firma erstmals öffentlich über sein ambitioniertes Vorhaben.

Herr Dischereit, Sie planen am Forggensee eine Wasserski-Anlage. Was dürfen sich die Füssener darunter vorstellen?

Dischereit: „Eine Möglichkeit den See aktiv zu erleben, sich sportlich zu betätigen. Ziel ist es ein ganzheitliches Angebot für ein breites Publikum zu schaffen, das Familien mit Kindern, junge wie jung gebliebene und eben sportlich aktive Gäste gleichermaßen erfreut.“

Wie weit sind Sie mit der Umsetzung Ihrer Pläne? 

Dischereit: „Die Planungen sind abgeschlossen und ich warte aktuell auf die finale Stellungnahme seitens der Stadt und des Landratsamtes.“

Wie sieht der Zeitplan aus? 

Dischereit: „Sollte ich den Zuschlag erhalten, sieht der Plan vor noch Ende 2016 mit den baulichen Maßnahmen zu beginnen um 2017 im Mai zu eröffnen.“

Wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, eine solche Anlage am Forggensee zu errichten? 

Dischereit: „Ich fahre selbst in meiner Freizeit seit Jahren oft und gerne Wasserski/Wakeboard und möchte die Gelegenheit nutzen, um mein berufliches und privates Leben miteinander zu verschmelzen. Was gibt es schöneres als wenn man sein Hobby zum Inhalt seines beruflichen Alltages machen kann? Weiterhin war es mir wichtig, diese Anlage hier in Füssen anzusiedeln. Füssen braucht Impulse, gerade auch für die Jugend und für Familien. Bestes Beispiel sind meine beiden Kinder, die nun auch in dem Alter sind, in dem sie gerne selbst Wasserski fahren möchten. Daher würde es mich wahnsinnig freuen, wenn sie es hier bei uns vor der Haustüre erlernen könnten.“

Viele Füssener klagen ja bekanntlich, dass zu viel für Touristen, aber zu wenig für die eigene Bevölkerung getan werde. Werden denn auch die Einheimischen von Ihrem Projekt profitieren? 

Dischereit:  „Auf jeden Fall! Wir haben hier im Allgäu so gut wie alle einen Bezug zu Sport auf Brettern. Ich denke, dass es viele Menschen gibt, die froh wären, auch im Sommer wieder ein paar Ski unter den Füßen haben zu können. Außerdem sind Kooperationen mit den Schulen und Vereinen geplant. Ganz ähnlich wie es heute bereits mit den Eislauftagen, welche in den Füssener Schulen stattfinden, geschieht. Und lassen Sie mich noch anfügen, dass auch für andere Gäste, die nicht des Sports wegen kommen, gesorgt sein wird. Details dazu kann ich Ihnen aber leider zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten.“

Das für den Bau vorgesehene Gebiet liegt in einem Landschaftsschutzgebiet. Wie wollen Sie dieses Problem lösen? 

Dischereit: „Ich bin mir der sensiblen Lage bewusst und stehe in engem Kontakt mit den Behörden. Zudem wurde die Planung bereits an die Vorgaben angepasst und es findet somit nur ein minimal invasiver Eingriff statt. Ziel ist es, den schützenswerten Charakter des Forggensees zu erhalten und dabei trotzdem einen Mehrwert für die Bevölkerung zu schaffen, indem eine Nutzung ermöglicht wird. Ein wenig Entgegenkommen seitens der Behörden kann natürlich nicht schaden.“

Die Saison bei uns im südlichen Ostallgäu ist kurz. Wie soll die Anlage da wirtschaftlich betrieben werden? 

Dischereit: „Die Länge der Saison ist durchaus ausreichend. Als bestes Beispiel hierfür kann die Anlage in Blaichach bei Immenstadt dienen. Diese besteht – trotz des typischen Allgäuer Wetters – bereits seit mehr als 20 Jahren.“

Befürchten Sie Probleme mit dem benachbarten Ruderern oder Seglern am See? 

Dischereit: „Nein! Im Gegenteil: Ich freue mich darauf, den Standort für gemeinsamen Wassersport aufzuwerten. Schließlich wollen wir doch alle unser gemeinsames Hobby ‚Wassersport‘ dort ausüben. Die Anlage wird auch weder den Seglern noch anderen dort in die Quere kommen.“

Es gibt bekanntlich eine Mitbewerberin. Worin unterscheiden sich die beiden Projekte? 

Dischereit: „Zu dem Projekt der Konkurrenz möchte ich mich nicht äußern… fairplay ist wichtig!“

Wir danken Ihnen für das Gespräch!

Matthias Matz

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