Regen kann den Wertachern den Spaß am Viehscheid nicht nehmen

Besondere Tradition

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Angeführt von den Hirtenm kommt das Wertacher Vieh am Montag bei strömenden Regen auf dem Scheidplatz im Dorf an.

Wertach – Trotz immer wieder auftretender und zum Teil auch heftiger Regenschauer waren einmal mehr zahlreiche Gäste zum ältesten Viehscheid der Region in Wertach gekommen. Wird die Herde von einem Kranzrind angeführt, ist das ein Zeichen, dass der Sommer auf der Alpe unfallfrei verlaufen ist.

Mit dabei waren aber nicht nur die Schumpen, sondern auch Haflinger, Esel und auf der einen oder anderen Alpe auch Geißen. Bei vier der sechs Wertacher Alpen konnten die Hirten ihre schönsten Tiere mit einem Kranz voran durch den Ort führen.

Die großen Zugschellen waren schon von weitem zu hören, als die Herden im Ort eintrafen. Der Hirte sorgt auch mittels der großen Schellen für ein harmonisches Geläut innerhalb „seiner“ Herde. Die Schellen sind zum Teil schon recht alt und befinden sich teilweise im Besitz der Hirten.

Wertacher Besonderheit

Die Musikkapelle Schwarzenberg eröffnete vor der Herde der Alpe Sorg I den Einzug. Der Schellenwagen, eine Wertacher Besonderheit, folgte der Musikkapelle. Auf dem Schellenwagen sind die Ehrenschellen zu sehen, die am Nachmittag von Wertachs Bürgermeister Eberhard Jehle an die Hirten übergeben werden.

Großer Andrang trotz Regen

Insgesamt wurden am vergangenen Montag fast 750 Tiere am Scheidplatz im Ort wieder ihren Besitzern übergeben. Den Festtag eröffneten die Alphornbläser vor dem großen Zelt. Im Zelt sorgte vormittags die Schwarzenberger Musikkapelle für die musikalische Umrahmung, ehe sie am Nachmittag von der Musikkapelle Wertach abgelöst wurde.

Zur Tradition des Viehscheids gehört auch ein großer Krämermarkt ums Rathaus, wo von Haushaltsartikeln und Bekleidung bis hin zu Schmuck und Spielzeug für die Kleinen fast alles zu finden ist.

hoe

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