"Traumverwendung" geht zu Ende

Brigadegeneral Johann Langenegger (Mitte) übergibt das Kommando über das Gebirgslogistikbataillon 8 von Bodo Mario Venn (links) an Boris Helmut Junk (rechts). Foto: cf

Vor zahlreichen Gästen auf windgeschützten Tribünenplätzen hat Brigadegeneral Johann Langenegger kürzlich auf dem Exerzierplatz der Allgäu Kaserne in Füssen feierlich das Kommando über das mit rund 500 Soldaten angetretene Gebirgslogistikbataillon 8 von Oberstleutnant Bodo Mario Venn an Oberstleutnant Boris Helmut Junk übergeben. Langenegger, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, würdigte Venns „vertrauensbildenden und vorbildlichen Einsatz“. Der 42-Jährige war turnusgemäß zwei Jahre in Füssen stationiert. Er selbst bezeichnete seine Einsatzzeit in der Allgäu Kaserne als „fast so kurz wie ein Wimpernschlag“.

Gegenüber dem KREISBOTE sagte Venn, der inzwischen seit 22 Jahren bei der Bundeswehr ist: „Dass ich vor zwei Jahren hierher kommen konnte, war eine Traumverwendung.“ Als er sich vom Rednerpult aus an die angetretenen sechs Kompanien wandte, betonte Venn: „Bei jedem Einsatz kommt es immer auf jeden Einzelnen an.“ Sichtlich bewegt dankte er allen in Füssen und Mittenwald stationierten Soldaten, die sich stets als ein funktionierendes Gebilde präsentiert haben. Danach nahm der Abschied nehmende Kommandeur eine Reihe von Ehrungen und Auszeichnungen im Namen des Verteidigungsministers vor. Künftig ist Venn im Stab eines deutsch-niederländischen Korps für den Bereich Logistik zuständig. Sein neuer Einsatzort ist Münster. Der Oberstleutnant unterstrich, dass seine Zeit in Füssen „mit verdammt viel Arbeit und echt anstrengenden Aufgaben, aber auch mit Wohlgefühl wegen des Zusammenhalts“ im Bataillon verbunden gewesen sei. Er hätte in seiner Freizeit mit seiner Frau die Region übrigens noch gern viel näher kennen gelernt. Ein letztes Mal nahm Kommandeur Venn – begleitet vom Brigadegeneral und dem Füssener Bürgermeister Paul Iacob die Parade ab, beobachtet vom Schwangauer Bürgermeister Reinhold Sontheimer, Rüdiger Bayer von der Reservisten- und Veteranenkameradschaft Königswinkel, österreichischen Kameraden in Uniform und zahlreichen weiteren Gästen. „Die vielen Menschen hier sind vor allem auch ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für unseren gesellschaftlichen Auftrag“, freute sich Venn. Der neue Kommandeur, der ebenfalls mit seinen Soldaten im Auslandseinsatz sein wird, stammt aus dem Saarland. Vor der neuen Führungsrolle in Füssen arbeitete Junk im Verteidigungsministerium im Führungsstab des Heeres. An der Universität der Bundeswehr in Hamburg hat er außerdem Maschinenbau studiert. Als Privatmann stelle sich der 40-jährige Berufssoldat als verheirateter Vater von zwei Töchtern vor. Junks großes Hobby ist der Ausdauersport. „Er macht gern Triathlon“, teilte sein Brigadegeneral gut gelaunt der Öffentlichkeit mit. Die Übergabe wurde musikalisch begleitet - und von den Böllerschützen lautstark markiert. Die Bundeswehr in Zeiten von Reformen war eines von vielen Themen beim anschließenden Empfang in der Kaserne. Allerdings gebe es „keinen Grund, beunruhigt zu sein“, hatte Brigadegeneral Langeneggger mit Gelassenheit schon vorher auf dem Exerzierplatz den Soldaten und Zivilisten versichert.

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