Vertreter der Landwirtschaft diskutieren mit Landtagsabgeordneter Schorer

Raus aus der Milchpreisfalle

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Stellen sich einer intensiven Diskussion beim Fachgespräch auf der „Seealpe“: Bernd Mayer (v.l.), Michaela Waldmann, Christian Neutzner, Angelika Schorer, Josef Müller, Dr. Alois Kling und Alois Heer.

Landkreis – Zum Fachgespräch auf der Alpe hatten jetzt die CSU-Abgeordnete Angelika Schorer, Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, und der Stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (AGL) im Ostallgäu sowie Vorsitzender der Pfrontener CSU, Dr. Alois Kling, eingeladen.

Treffpunkt war wieder die auf österreichischer Flur gelegene und vom Pfrontener Rechtlerverband bewirtschaftete Seealpe. Einleitend zum zentralen Thema „Milchpreismisere“ zeigte Schorer die bisher beschlossenen bzw. beabsichtigten Maßnahmen auf. Der Vorsitzende der AGL, Josef Müller, wie auch das Vorstandsmitglied des Bayerischen Bauernverbands (BBV), Peter Dopfer, bezeichneten die Beitragsentlastung bei der Unfallversicherung und die steuerlichen Maßnahmen wie Gewinnglättung und Risikoausgleichsrücklage auf längere Sicht für durchaus geeignete Instrumente. Beide forderten jedoch vordringlich eine Anpassung des Wettbewerbsrechts auf dem Milchmarkt.

 Der BBV-Ortsobmann Alois Heer betonte die Bedeutung zusätzlicher Einkommensstandbeine für die landwirtschaftlichen Betriebe in Zeiten eines miserablen Milchpreises. Dabei komme dem „Urlaub auf dem Bauernhof“ eine zentrale Rolle zu. Dr. Kling unterstrich dies aufgrund seiner täglichen Erfahrungen als Behörden- und Schulleiter: „Diversifizierung stabilisiert die Einkommen und ist heute wichtiger denn je!“.

Den Abschluss bildeten forstliche Themen. Der neue Vorsitzende des Rechtlerverbands Pfronten, Christian Neutzner, und sein Vorgänger Bernd Mayer beklagten den im Bergwald stark zunehmenden Borkenkäferbefall. Vor diesem Hintergrund gaben sie Schorer den Wunsch mit, auch in Zukunft bei der bestens bewährten Bergwaldoffensive auf eine ausreichende Mittel- und Personalausstattung zu achten.

kb

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