Erster Vorsitzender wird sich nicht mehr zur Wahl stellen

Nach 20 Jahren ist Schluss

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25, 40 oder sogar 50 Jahre: Der Skiklub Nesselwang bedankt sich bei seinen langjährigen Mitgliedern mit Urkunden für ihre Treue zum Verein.

Nesselwang – „Die abgelaufene Skisaison – außer Spesen und Arbeit nix gewesen“, lautete jetzt das Fazit von Karl Schmid, Vorsitzender des Skiklubs Nesselwang bei der Jahreshauptversammlung.

Vor allem der Schneemangel machte dem Verein zu schaffen. Deshalb mussten mehrere Veranstaltungen in Nesselwang abgesagt werden. Bei den übrigen Rennen waren die Nachwuchsathleten aber gut unterwegs. „Wir sind gut und heil durch den Winter gekommen“, so Schmid. Der Vorsitzende möchte aber dennoch einem Jüngeren Platz machen und stellt sich deshalb nicht mehr zur Wahl im kommenden Jahr.

In seinem Bericht ging Schmid auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein. An der Krumbach-Talentiade im Sommer im Trendsport-Zentrum beteiligten sich demnach weniger als im Jahr davor. „Es war zu heiß“, so Schmid. Der Termin in diesem Jahr wurde deshalb wieder in den Oktober verlegt.

Während seines Trainingslagers war der FC Sandhausen, der in der zweiten Fußballbundesliga spielt, zu Gast im Trendsport-Zentrum. „Die Spieler und Betreuer waren begeistert von der Anlage“, teilte Schmid den Anwesenden im Pfarrheim Sankt Andreas mit. Schmid dankte den Helfern, die im Sommer den Bogenparcours betreuen und in Schuss halten.

Er gratulierte daneben den vier neuen Kampfrichtern des Vereins, die erfolgreich ihre Prüfung abgelegt hatten. Eine der Veranstaltungen die dem Schneemangel zum Opfer fiel, war die Deutsche Polizei-Meisterschaft. Der Jugendskitag, die älteste Skisport-Veranstaltung für Schüler und Jugendliche in Deutschland, konnte dagegen stattfinden, genau wie der Fendt-Cup.

Daneben nutzen Firmen das Trendsport-Zentrum für Veranstaltungen. So lud der Motorsägen-Hersteller Husqvarna zusammen mit dem Bayerischen Skiverband (BSV) seine Händler zur Winterolympiade nach Nesselwang ein. In den Disziplinen Bogenschießen und Tischkegeln ermittelten die Händler den Sieger. „Hier möchte ich allen Helfern vom Skiklub eine ganz großes Danke aussprechen“, so Schmid. F

ür den kommenden Winter stehen schon wieder einige Termine fest. Das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ gastiert erneut in Nesselwang. Ebenso wie die FICP-Wintergames, die Kolping-Weltmeisterschaft. Hier werden bis zu 200 Sportler erwartet, die sich im Skilanglauf und im Abfahrtslauf messen. Keine Schulden mehr Schatzmeisterin Regine Breuning legte einen positiven Kassenbericht des Vereins vor. „Einen großen Anteil hat hier das erfolgreich durchgeführte Bundesfinale 2015“, so Breuning. Auch die Kasse des Trendsport-Zentrums schaut gut aus. „Das Trendsport-Zentrum ist zum Stand der Jahreshauptversammlung schuldenfrei“.

Die Darlehen konnten wegen der Entwicklung der vergangenen Jahre vorzeitig zurückgezahlt werden. „Wir können trotzdem keine Sprünge machen“, warnte die Schatzmeisterin. „Es stehen auch wieder Renovierungen an.“ „Ich habe es nicht geglaubt und bin stolz auf euch“, lobte Karl Schmid. „Wir haben es in neun Jahren geschafft. Unsere Anlage hat ein Alleinstellungsmerkmal in der Region“. Die Kassenprüfer Manuela Uhl und Antje Fricke, lobten die übersichtliche und nachvollziehbare Buchführung des Vereins. Viel Lob von den Prüfern Elke Burger und Gabriele Ziegler gab es auch für die Kasse des Trendsport-Zentrums.

Bürgermeister Franz Erhart, selbst Mitglied im Skiklub, hob die Leistung der Aktiven und Trainer hervor. „Trainer – viele Stunden Arbeit und keiner sieht‘s“, so Erhardt. „Der Skiklub, der ein Ganz-Jahres-Verein ist, macht das, was er macht, richtig gut“, lobte der Rathauschef. Das 2017 anstehende Bundesfinale habe mittlerweile ziemlich große Dimensionen erreicht. Zu der Veranstaltung finden sich 800 Personen in Nesselwang ein. „Ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Markt, der Alpspitzbahn und der Tourist-Information. Ich wünsche den Sportlern und Trainern viel Erfolg für die neue Saison“, so Erhart zum Schluss. Karl Schmid freute sich, dass zur Versammlung viele langjährige Mitglieder gekommen waren.

Diese zeichnete er für ihre Treue aus. Darunter war auch Franz Betz, der mehrmalige Deutsche Meister im Langlauf und Olympia-Teilnehmer 1976 in Innsbruck. Zum Schluss gab Schmid, der seit 20 Jahren die Geschicke des Vereins als Erster Vorstand leitet, seinen Abschied bekannt. „Ich stelle mich nicht mehr zur Wahl im nächsten Jahr“, so Schmid. Er will einem Jüngeren Platz machen. „Irgendwann muss Schluss sein“, stellte er fest. Sein Stellvertreter Martin Haslach dankte ihm für seinen Einsatz im Skiklub Nesselwang und für das Trendsport-Zentrum, das Schmid mit angeregt und aufgebaut hatte.

Herbert Hoellisch

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