In diesem Jahr wird die Flugrettung in Tirol neu ausgeschrieben

Quo vadis, RK-2?

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Der Reuttener Rettungshubschrauber RK-2 im Einsatz. In diesem Jahr wird die Luftrettung in Tirol neu ausgeschrieben.

Reutte – Wenn der rot-weiße Notarzthubschrauber in Reutte alarmiert wird, ist jemand in Not: Ob verunglückter Bergsteiger, verletzter Wintersportler oder Schlaganfallpatient – innerhalb von wenigen Minuten ist die Besatzung in der Luft und bringt medizinische Hilfe.

Der RK-2 war 2014 insgesamt 706 Mal im Einsatz. Das teilte die ARA Flugrettung jetzt mit. Die häufigsten Alarmierungsgründe waren demzufolge Unfälle, gefolgt von Notfällen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Rund 70 Prozent der Unfälle, zu der die Besatzungen alarmiert wurden, entfielen auf Sport- und Freizeitunfälle, die sich vor allem im alpinen Gelände ereigneten. „Wie beispielsweise im Frühjahr, als wir zu einem verunglückten Gleitschirmflieger alarmiert wurden. 

Er war am Pfrontener Hausberg abgestürzt und hatte sich Verletzungen am Bein zugezogen. Innerhalb weniger Minuten waren wir am Einsatzort, konnten den Patienten notärztlich versorgen und ihn in ein Krankenhaus transportieren“, berichtet Jörg Straub, Pilot an der Station Reutte. 103-Mal wurden Patienten im vergangenen Jahr mit der an RK-2 fest installierten Rettungswinde gerettet. Diese bietet vor allem Vorteile im alpinen Gelände, da sie immer dann zum Einsatz kommt, wenn eine Landung nicht möglich ist. 

Heuer werden die Weichen für die Flugrettung in Tirol neu gestellt: Es steht die Neuausschreibung der Stationen an, an der sich die ARA beteiligen wird. „Von der Neuausschreibung erhoffen wir uns eine bessere finanzielle Absicherung der Flugrettungsstationen. Dadurch können wir auch weiterhin ein hohes Qualitätsniveau gewährleisten“, so ARA-Geschäftsführer Steffen Lutz.

kb

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