Übernachten und shoppen statt pauken

Wo zur Zeit noch das alte Schulhaus steht, könnte demnächst ein Hotel entstehen mit Café und Läden. Foto: privat

Die Tage des alten Schulhauses in Lechbruck könnten gezählt sein. In der jüngsten Sitzung des Lechbrucker Gemeinderates wurden Pläne für einen Hotelneubau und den neuen Bebauungsplan vorgestellt. Beide, Entwurf und Plan, fanden das einhellige Ja der Gemeinderäte.

Nachdem die Gemeinde seit langem einen Investor beziehungsweise eine Lösung für das alte Schulhaus an der Schongauer–, Ecke Bahnhofsstraße gesucht hatte und eine zwischenzeitliche Lösung an der Finanzierung gescheitert war, hat die Gemeinde mit der Firma Plank aus München nun offenbar einen Bauträger gefunden. Für diesen hat das Marktoberdorfer Planungsbüro Abt einen Entwurf erstellt, der zwei über eine Brücke miteinander verbundene Gebäude mit drei und zwei Etagen plus Dachgeschoss (mit Konferenzräumen) vorsieht. Das höhere Gebäude würde an der Schongauer Straße stehen und neben dem Foyer und der Rezeption ein Café sowie zwei Ladengeschäfte beherbergen, im hinteren Teil sollen weitere Zimmer entstehen. Bürgermeister Helmut Angl äußerte dazu, dass man nun fast zwei Jahre „herumgetan“ habe, insbesondere wegen der Finanzierung. Nun könne man froh sein, dass „wir soweit gekommen sind. Man sieht, dass sich etwas entwickelt und es ist gut für den Ortskern“. Der Bauträger sei vorhanden, man sei im Einvernehmen mit dem Landratsamt. Das Gebiet werde für eine Sondernutzung ausgewiesen, so Gerhard Abt in seinen Ausführungen, es können auch Arztpraxen und maximal zwei Wohnungen, etwa für den Hotelbetreiber, entstehen sowie Konferenzräume. Streitpunkt Tiefgarage Im hinteren Teil des Grundstücks gegen die Grieserstraße, soll eine Tiefgarage Platz finden, insgesamt soll es um die 70 Stellplätze geben. Dennoch hatten die anwesenden Gemeinderäte noch Diskussionsbedarf, zum einen wegen der Parkplatz-, und damit verbunden auch mit der Zu- und Abfahrtsproblematik. So wurde die geplante und für rund 35 Fahrzeuge ausgelegte Tiefgarage als Alibi angesehen. Man solle doch eine richtige, vor allem benutzerfreundliche Parkgarage planen, war der Vorschlag. Barrierefreiheit beachten Auch wollten die Räte eine Lösung im Bezug auf größere Fahrzeuge sehen – diese sollten gar nicht erst auf das Grundstück fahren dürfen aufgrund der beengten Verhältnisse. Die am Eck der Schongauerstraße situierte Bushaltestelle soll in das Konzept integriert werden, hier werden dann auch Reisebusgäste aussteigen können. Eine Lösung muss noch bezüglich der Barrierefreiheit gefunden werden, der Entwurf sei der Kürze der Zeit geschuldet, so Abt. Angl machte klar, dass man sich über diese Lösung freue, sicher sein könne man aber erst, wenn gebaut wird, erklärte Angl.

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