Tourismus in Pfronten verzeichnet wieder mehr Ankünfte

Höhen und Tiefen

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Lucia Breuning (Mitte), 2. Vorsitzende des Fördervereins Skinachwuchs Stützpunkt Ostallgäu-Außerfern, überreicht in der Tourismussitzung als Dank für die Unterstützung ein Foto mit Nachwuchstalenten an Bürgermeisterin Michaela Waldmann und Tourismusdirektor Jan Schubert.

Pfronten – „Die Übernachtungszahlen stagnieren“, bedauerte Jan Schubert, Pfron-tens Tourismusdirektor, als er jetzt im Tourismusausschuss der Gemeinde die aktuellen touristischen Statistiken vorstellte.

Dagegen seien die Ankünfte im vergangenen Jahr erneut gestiegen: „Um 2,13 Prozent, in Zahlen: 111.383 Gäste. Ein Allzeit-Hoch“. Die Aufenthaltsdauer eines Gastes habe sich bei 5,2 Tagen eingependelt. Der „drastische Rückgang seit 2011 konnte also gestoppt werden“. 

Erkenntnisse aus den Statistiken belegten aber auch die Koppelung ans Wetter. Ausgeglichen wurden die gäste-schwachen Monate wie der schneearme Januar und der verregnete Juli im vergangen Jahr durch andere Monate. So beispielsweise der Oktober, in dem gegenüber dem Vorjahr die Zahlen um zehn Prozent gestiegen sind. Deutlich zeichnet sich eine Änderung bei den einzelnen Betriebsarten ab. 

So verloren die Fachkliniken knapp vier Prozent an Auslastung gegenüber der vergangenen Jahre, wohingegen die Hotellerie in Pfronten „satte Gewinne“ an Übernachtungen verzeichnen konnten – ein Plus von acht Prozent. „Die Betriebsaufgaben einiger größerer Gastgeber werden aber das Jahresergebnis deutlich beeinflussen“, prognostizierte der Tourismus-Chef. Gewinner seien die KönigsCard-Betriebe, die erneut überdurchschnittlich an Über-nachtungen und Ankünften zugelegt haben. Das „belegt die Erfolgsgeschichte dieser PremiumCard im Alpentourismus“. 

Der Ausschuss hatte zu dieser Aussage allerdings Diskussionsbedarf: „Die KönigsCard ist für den einen Betrieb optimal und für den anderen eben nicht“, war das Fazit. „Schließlich ist die Teilnahme an der KönigsCard freiwillig.“ 

Nötige Verbesserungen 

„Die vorgelegten Statistiken zeigen“, so Tourismusdirektor Schubert, „dass dringender Verbesserungsbedarf gegeben ist“, wie die Erhöhung der gesamtörtlichen Angebots- und Servicequalität, Verbesserung der touristischen Infrastruktur und dringende städtebauliche Verbesserungen, insbesondere in Ried. Auch der Schwerlastverkehr müsse besser bewältigt, der ÖPNV und nichtmotorisierte Individualverkehr gestärkt, und der Ausbau des Bauernhofurlaub und Camping angegangen werden, meinte Schubert.

Johanna Lang

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