Füssener Montessori-Schule stellt ihr neues Domizil der Öffentlichkeit vor

"Wir sind angekommen"

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Musikalisch begleiten die Kinder der Schule unter Leitung von Ina Tiedtke (rechts) mit ihren Liedern die Feier. Im Hintergrund sind die Vorsitzende des Trägervereins Claudia Gerle (rechts) und ihr Stellvertreter Gerhard Harß (links) zu sehen.

Füssen – „Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen“. Auch unter diesem Gesichtspunkt wurde jetzt die Montessori-Grundschule in Füssen offiziell der Öffentlichkeit an ihrem neuen Standort in der Dr.-Enzinger-Straße 7 vorgestellt. Sie ist damit eine von 90 im Freistaat Bayern, die nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik arbeiten.

Das Leitmotiv der Methode, sie wurde von der italienischen Ärztin und Reformpädagogin Maria Montessori (1870-1952) entwickelt, ist die Pflege der natürlichen Freude des Kindes am Lernen. Nach Montessori stellt diese Freude am Lernen einen Kernbestandteil des Wesens eines jeden Kindes dar. Mit Respekt und Achtung unterstützt und angeleitet, führt sie zu einer Entwicklung einer in sich ruhenden und ausgeglichenen Persönlichkeit.

An der Schule werden 24 Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren gemeinsam in einer Jahrgangs gemischten Gruppe unterrichtet. Die Vorsitzende des Trägervereins Montessori e.V., Claudia Gerle, freute sich, dass eine große Anzahl das Ereignis unter freiem Himmel miterleben wollte.

Nach zwei Jahren, als Zwischenlösung in der Berufsschule beheimatet, hat die Schule nun im „Enzinger-Haus“ eine endgültige Bleibe gefunden. Ihr Stellvertreter Gerhard Harß schilderte in kurzen Worten die Entstehung des neuen Domizils in Füssen, dessen Umbau zunächst ziemlich „blauäugig“ angegangen worden war. Jedoch habe man durch die Unterstützung vieler fleißiger Arbeiter aus dem Handwerk und der Planung diese Aufgabe schultern können.

Heimische Firmen haben das Projekt mit rund 10.000 Euro unterstützt und die künstlerische Gestaltung im Innen- und Außenbereich durch das Praktikum-Seminar des Gymnasiums Hohenschwangau unter Leitung von Jenny Grosse war sozusagen das „i-Tüpferl“. „Wir fühlen uns alle wohl und sind hier angekommen“, sagte Schulleiterin Nicole Hecht. Die Schule sei für die Kinder nicht nur Lern- sondern auch Lebensort.

„Nach langer Odyssee hat die Montessori-Schule nun ihr Ziel erreicht“, sagte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Die Stadt habe es als moralische Verpflichtung empfunden, der Schule bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten zu helfen. Er hob hervor, dass der gemeinschaftliche Einsatz aller Betroffenen und Verantwortlichen letztendlich für diesen Erfolg verantwortlich waren.

ed

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