Es bleibt bei 30 km/h

Schmal, kurvig und unübersichtlich ist der Moosangerweg. Hier darf man weiterhin nur mit 30 km/h unterwegs sein. Foto: kk

Füssen – Dürfen die Füssener auf dem Moosangerweg weiterhin nur 30 km/h fahren, oder soll zukünftig 50 km/h gelten? Diese Frage löste am Dienstag im Verkehrsausschuss eine hitzige Diskussion aus. Am Ende fiel die Entscheidung recht knapp aus.

Eingereicht hatte den Antrag der Verein Füssen West. Dadurch soll die Strecke für Auto- und Lkw-Fahrer attraktiver und der Verkehr in den Wohngebieten weniger werden, so der Verein. „Jedes Jahr kommt der gleiche Antrag“, ärgerte sich Gabriel Guggenmos (Füssener Land) und auch Martin Lochbihler (CSU) hatte genug davon. Wie die meisten Füssener sei auch er hier ein „regelmäßiger Verkehrssünder. 30 fahr ich da selten“, gab er zu. Um die Diskussion zu beenden, schlug Lochbihler als Kompromiss eine Begrenzung auf 40 km/h vor. „Das geht in Österreich schließlich auch“. 

Für eine andere Lösung war dagegen Jürgen Doser (Freie Wähler). Im Sommer sollte man 50 km/h fahren dürfen, im Winter wegen Glätte und Schnee dagegen nur 30 km/h. Der Moosangerweg sei schließlich eine wichtige Tangente für Autofahrer und für Radler sei „im Sommer der Radweg durchaus fahrbar“. Diese Regelung hielt jedoch Ulrich Pickl (SPD) für problematisch. Vor allem wenn Lastwagen schneller fahren dürfen, würde sich das Gefahrenrisiko für Fußgänger und Radler erhöhen. Da hier viele Fahrradfahrer unterwegs seien, appellierte auch Heinz Hipp (CSU) dafür, es bei 30 km/h zu belassen. 

Polizist Thomas Meiler sah das ähnlich. Vergangenes Jahr noch habe er sich für eine höhere Geschwindigkeitsgrenze eingesetzt. Jetzt sei er aber eines Besseren belehrt worden. Man sollte stets die „Höchstgeschwindigkeit wählen, die für eine Straße sinnvoll ist” und bei 50 km/h falle man beim Moosangerweg mindestens aus einer Kurve. Am Ende lehnte das Gremium mit 7:4 Stimmen den Antrag ab. kk

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