Versorgungsbund unter einem Dach

Alt und Jung in mehreren Generationen unter einem Dach. Was früher selbstverständlich war, soll heute mit neuem Konzept wieder verwirklicht werden. Mit Unterstützung von Füssens Bürgermeister Paul Iacob und Stadtbaumeister Theo Fröchtenicht stellte Christoph Arnold, Vorstandsvorsitzender der andersWOHNEN eG das neue Wohnprojekt wohnenPLUS vor.

In Zusammenarbeit mit Michael Bauer (Geschäftsführer Humanistisches Sozialwerk Bayern) und Ulrike von Chossy (HSW Bayern) ist bereits das Pilotprojekt in Nürnberg in vollem Gange. Das Ziel ist es Senioren und Alleinerziehende in einem Versorgungsbund unter einem Dach zu vereinigen. Diese beiden Gruppen besitzen Eigenschaften mit denen sie die Defizite des anderen ausgleichen können. So kann z.B. aus einer rüstigen Rentnerin eine Babysitterin und Vorlese-Oma werden, während die Mutter in Ruhe die Einkäufe für sich und die Seniorin erledigen kann. Hiermit soll nicht nur eine Steigerung der Lebensqualität erreicht werden, auch die Prävention spielt eine große Rolle. So werden Alleinerziehende entlastet und der Wiedereintritt in die Arbeitswelt fällt leichter. Im Gegenzug wird ein Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung für die Senioren nicht erforderlich. Alltägliche Bedürfnisse werden über die Hausgemeinschaft abgedeckt. Darüber hinausgehende erforderliche Dienstleistungen - bei evtl. eintretender Pflegebedürftigkeit - werden vom externen Pflegepersonal erbracht. Durch diese Präventionsmaßnahmen sollen langfristig die kommunalen Kassen entlastet werden. Das Pilotprojekt in Nürnberg erhielt bereits viel Aufmerksamkeit und Zuspruch. Auch durch Förderungen des Bundesfamilienministerium, dem Land Bayern, der bay. Landesstiftung und der Stadt Nürnberg. Hier entstehen 44 Wohneinheiten die bereits 2009 bezogen werden können. Christoph Arnold und Bürgermeister Paul Iacob könnten sich dieses Mehrgenerationenhaus gut auf dem Holzer-Grundstück an der Augsburger Straße vorstellen. Hier könnten drei Doppelhaushälften mit jeweils einem Punkthaus an der Nord- und Südseite entstehen. Mit integriert eine Kindertagesstätte für bis zu vier Gruppen auf 420 qm”, Tiefgarage und Freiflächen. In den Häusern wäre Platz für insgesamt 23 Wohneinheiten, 2 Gewerbeeinheiten sowie großzügige Gemeinschaftsräume. Die Gebäude werden zu 100% barrierefrei gebaut. Nicht zuletzt steht und fällt jedoch das ganze Vorhaben mit dem Zusammenhalt der Hausgemeinschaft.

Meistgelesene Artikel

Neue Ideen

Pfronten – Für frischen Wind beim diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Pfronten im Pfarrheim St. Nikolaus sorgten jetzt die Geistlichen Andreas …
Neue Ideen

Die "Talschlampe" und der "Cousin"

Füssen – Ob Schweizer Militärfahrrad, XL-Mountainbike oder Bergabrad: Bei ihrer eintägigen Schau haben Hannes Zacherl und Albert Müller, Betreiber …
Die "Talschlampe" und der "Cousin"

"Es geht uns ums Prinzip"

Füssen/Landkreis – Der Tierschutzverein Füssen und Umgebung kommt nicht zur Ruhe.
"Es geht uns ums Prinzip"

Kommentare