Im Stadtrat schwindet das Vertrauen in die bisherigen Verkehrsplaner

Wer plant künftig was?

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Nachdem der Freybergpark-Durchstich Geschichte ist, bleibt zunächst einmal alles beim Alten. Dazu gehören auch die Staus in der Luitpoldstraße. Wer künftig die Verkehrsplanung in Füssen macht, ist derzeit dagegen offen.

Füssen – Mit der Entscheidung des Stadtrats, den Freybergpark-Durchstich endgültig zu den Akten zu legen, muss die Verkehrsplanung neu überdacht werden. Ob diese Aufgabe aber das bisher mit der Verkehrsplanung beauftragte Planungsbüro Kölz übernehmen wird, ist allerdings fraglich.

Mehrheitlich sprach sich der Stadtrat jetzt nichtöffentlich dafür aus, dass die Stadtverwaltung sich zusätzliche Angebote einholt. Das bestätigte Hauptamtsleiter Andreas Rist am Montag auf Nachfrage.

Prof. Gunter Kölz und Prof. Dr. Dr. Lothar Zettler von der Ludwigsburger Planungsgruppe Kölz dürften die jüngste Stadtratssitzung in der vergangenen Woche kaum in angenehmer Erinnerung behalten. Nachdem die beiden Verkehrsplaner dem Gremium erklärt hatten, warum ein Durchstich durch den Freybergpark keinen Sinn mache, mussten sie sich zum Teil massive Kritik vonseiten der Stadträte anhören (der Kreisbote berichtete am Samstag).

Vor allem in den Reihen von Freien Wählern (FW) und CSU gärt bereits seit geraumer Zeit die Unzufriedenheit mit den Ludwigsburgern.

Verwaltung blitzt ab 

Wie groß der Frust über die Kölz-Gruppe und ihre Arbeit im Zusammenhang mit dem Freybergpark tatsächlich ist, zeigte sich am vergangenen Dienstagabend im Anschluss an die öffentliche Sitzung hinter verschlossenen Türen. Nach Informationen des Kreisboten wollte die Stadtverwaltung erneut die Baden-Württemberger mit der weiteren Planung für den Bereich Ottostraße/Bahnhofstraße und Freybergpark beauftragen – und holte sich damit eine Abfuhr von der Mehrheit der Stadträte. Insbesondere die Ratsmitglieder der FW und mehrheitlich auch die CSU-Fraktion sprachen sich gegen die Ludwigsburger aus.

Zwar argumentierte die Verwaltungsspitze damit, dass das Büro Kölz durch die langjährige Zusammenarbeit bereits mit der Materie vertraut sei, stieß damit bei den Stadträten aber nicht durch. Schließlich einigte sich die Runde als Kompromiss darauf, zunächst auch Angebote von anderen Planungsbüros einzuholen und dann zu entscheiden.

Keine Details

Hauptamtsleiter Andreas Rist wollte auf Nachfrage unserer Zeitung zwar auf Details der nichtöffentlichen Sitzung nicht eingehen. Er bestätigte aber, dass die Verwaltung vom Stadtrat beauftragt wurde, sich weitere Angebote von Planungsbüros als mögliche Alternative zur Planungsgruppe Kölz einzuholen. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, wer künftig die Verkehrsplanung übernehme, konnte er noch nicht sagen.

Matthias Matz

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