Bürgerversammlung: Iacob wehrt sich gegen Kritik an Bahnhofs-Plänen

"So kann es nicht bleiben"

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Der sanierungsbedürftige Bahnhofsvorplatz soll im Zuge der geplanten Bauarbeiten an Bahnhof und Busbahnhof gleich mitgemacht werden.

Füssen – „Ich will den Park so groß wie möglich erhalten!“ Vehement verteidigte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) am Montagabend in der Bürgerversammlung den Neubau von Bahnhof und Busbahnhof gegen Kritik vonseiten mancher Bürger.

So hatte der Füssener Harald Vauk im Haus der Gebirgsjäger mehrmals nachgebohrt, ob ein Teil des Freyberg-Parks und der Bäume tatsächlich den beiden Neubauten zum Opfer fallen würden. Etwa 75 Füssener hatten sich am Montagabend zur Bürgerversammlung im Haus der Gebirgsjäger eingefunden. Neben den Rechenschaftsberichten von Bürgermeister Iacob waren es die Bürger selbst, die Fragen stellen und der Stadtverwaltung Anregungen mit auf den Weg geben durften. 

Dabei war es vor allem das Thema Bahnhof-Neubau und Busbahnhof, was einigen der Anwesenden unter den Nägeln brannte. Allen voran Harald Vauk, der anfragte, ob dafür der Freyberg-Park tatsächlich „minimiert“ und Bäume gefällt werden müssten. Bürgermeister Iacob gab zu, dass etwa drei bis fünf Meter des Parks tatsächlich weichen müssten. „Ein bisschen was kommt allerdings weg“, so der Rathauschef. Denn zum einen rücke das neue Bahnhofsgebäude drei bis vier Meter nach Westen und zum anderen brauche man Platz für 12 Busse, den Durchstich und eine Busspur für das Luitpoldpark-Hotel. 

Bäume werden gefällt 

Wie viele Bäume gefällt werden müssen, könne allerdings noch nicht gesagt werden, betonte er. Vauk vermutete hingegen, dass rund 30 Prozent der Bäume gefällt werden würden. Das konnte Iacob jedoch nicht bestätigen. Allerdings, gab Iacob zu bedenken, lasse der dort gültige Bebauungsplan einen weitaus größeren Eingriff in den Park zu als er derzeit geplant sei. „Wir haben wesentlich weniger Raumbedarf als es rechtlich möglich wäre“, sagte er. 

Auch ältere Pläne für einen Neubau des Bahnhofs würden einen deutlich größeren Eingriff in das Erscheinungsbild des Parks vorsehen. Iacob sicherte zu, dass die große Wiese und der Kinderspielplatz erhalten bleiben. „Wir wollen keinen Busbahnhof, der wesentlich in den Park eingreift“, betonte er. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Umfeld des Bahnhofs im Zuge der Bauarbeiten auf Vordermann gebracht werden soll. „So wie es ist, kann es nicht bleiben.“ So soll beispielsweise der unebene Platz saniert werden. 

Öffentliche Parkplätze 

Als falsch wies Iacob die Frage Vauks zurück, ob tatsächlich 15 Parkplätze für die Firma Hubert Schmid gebaut würden. Diese seien für die Kunden des geplanten Convenience-Shops, des Radverleihs und der Büros im ersten und zweiten Stock des neuen Bahnhofgebäudes, erklärte der Bürgermeister, und seien somit öffentliche Parkplätze. Wer in die Büroräume einzieht, konnte und wollte Iacob allerdings noch nicht verraten. „Für Füssen aber eine verdammt wichtige Einrichtung“, betonte er. 

Auf den Einwand Vauks, die Stadt sollte sich doch für den Erhalt des alten Bahnhofs einsetzen und die Füssener Bahnhofsfreunde unterstützen, entgegnete Iacob, interessierte Bürger und Bahnhofsfreunde könnten jederzeit eine Genossenschaft gründen, Geld sammeln und der Firma Hubert Schmid ein Angebot unterbreiten. Das sei seines Wissens nach bislang aber noch nicht geschehen.

Matthias Matz

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