Viel Zoff, wenige Infos

Viel Neues gab es nicht zu hören bei der Informationsveranstaltung zum anstehenden Bürger- beziehungsweise Ratsbegehren, die am Dienstagabend in der „Krone“ stattfand. Stattdessen stritten Befürworter und Gegner des Feneberg-Umzugs von der Allgäuer- in die Meilinger Straße vor den wenigen Zuhörern in einer von vielen Zwischenrufen geprägten Diskussion. Die Vertreter des Arbeitskreises Bebauungsplan 35 (AK35) hatten auf einen eigenen Vortrag verzichtet.

Abzüglich der Gemeinderäte und Aktiven des Arbeitskreises waren es wohl nicht mehr als 20 Interessierte, die dem neuerlichen Vortrag von Bürgermeister Josef Zeislmeier (SPD) lauschten. Der bedauerte, das der AK35 seine Argumente nicht darlegte. Wie Arbeitskreissprecher Reinhard Claves erklärt hatte, verzichtete seine Gruppierung auf einen Vortrag. Lediglich an einer Podiumsdiskussion mit neutralem Moderator hätte der Arbeitskreis aktiv teilgenommen. Der Bürgermeister legte ein weiteres Mal seine Sicht der Dinge dar. Der Fenebergumzug löse das Parkplatzproblem am jetzigen Standort, ermögliche einen Bahnhofausbau und belebe die Einkaufsinnenstadt mit samt dem Seniorenzentrum. Supermärkte sollen Impulsgeber sein und nicht „auf der grünen Wiese landen“, so laute ein Grundsatzbeschluss des Gemeinderates. Die Pfrontener Einkaufsmeile ende jedoch am Bahngleis und der Feneberg sei für deren Belebung am alten Standort wichtig, zitierte Gemeinderat Alfons Haf zwei Architekten. Dann solle man aber den Geschäften in der Meilinger Straße erklären, sie gehören nicht zum Ortskern, so Zeislmeier. „Wir haben die Möglichkeit, die Meilinger Straße zur Einkaufsstraße zu machen“, gab der Bürgermeister an. Er plädierte für ein Seniorenkonzept an anderer Stelle. Günther Meyer, Geschäftsführer von Eco Bau, der das Gelände gehört, erklärte, dass seine Firma 2006 dort 18 Senioren gerechte Wohnungen bauen wollte, es habe jedoch kaum Interessenten gegeben. Eco will als Besitzer das Gebäude an Feneberg verpachten. Dessen Geschäftsführer für Standortmanagement, Thomas Feneberg, äußerte sich zu dem Gerücht, ein Umzug des Rieder Fenebergs werde dem in Steinach schaden. „Der Standort Steinach hat keine Zukunft mehr“, ganz Unabhängig von den Planungen in Ried. Auch werde Feneberg keineswegs vor Weihnachten Pfronten mit einem Lieferboykott belegen, wenn der Umzug nicht zustande kommt, wie zu hören gewesen sei. Bedenken äußerte ein Zuhörer, weil mit dem Feneberg auch die Post umzöge und plädierte an die Verantwortung, die Feneberg mit der Poststelle übernommen habe. Die Post bringe aber keine Gewinne und werde von Kunden oft gelobt, so Feneberg. Die Mitglieder des Arbeitskreises halten weiterhin daran fest, dass das fragliche Gelände für Senioren genutzt werden muss. „Die Entwicklungsmöglichkeiten sind enorm wichtig“, erklärte Reinhard Claves.

Meistgelesene Artikel

Neue Ideen

Pfronten – Für frischen Wind beim diesjährigen Neujahrsempfang der Gemeinde Pfronten im Pfarrheim St. Nikolaus sorgten jetzt die Geistlichen Andreas …
Neue Ideen

Die "Talschlampe" und der "Cousin"

Füssen – Ob Schweizer Militärfahrrad, XL-Mountainbike oder Bergabrad: Bei ihrer eintägigen Schau haben Hannes Zacherl und Albert Müller, Betreiber …
Die "Talschlampe" und der "Cousin"

Zu wenig Konkretes

Füssen – Die öffentlichen Bekanntmachungen der Tagesordnung des Füssener Bauausschusses sind in der Vergangenheit nicht konkret genug gewesen.
Zu wenig Konkretes

Kommentare