"Vieles zerstört"

Nun muss Schluss sein, meint der Bund Naturschutz: „Durch den Bau der A7 wurde viel Heimat zerstört“, kritisierte jetzt der BN-Landesvorsitzende Dr. Hubert Weiger. Deshalb sollen Pläne wie ein B17-Neubau oder eine Ortsumgehung Immenstadt gestrichen werden, forderte der gebürtige Ostallgäuer. Auch am Sinn des Lückenschlusses hegt Weiger Zweifel.

Viel Natur ging nach Ansicht des Bund Naturschutz für das Straßenbauprojekt verloren. Das Enzenstetter Quellmoor, „ein Biotop von europäischer Bedeutung“, konnte nicht gerettet werden. Das Wasenmoos bei Füssen trockne aus. „Intakte Erholungsgebiete des Alpenvorlandes, wie das Hopfensee-Westufer oder das Wandergebiet Senkele/Alpe Beichelstein werden verlärmt und zerschnitten“, kritisierte der BN. Außerdem wurde über 300 Hektar Land versiegelt. Der Straßenbau sei obendrein klimaschädlich: Pro Tag blase eine deratige Baustelle bis zu 120 Tonnen Kohlendioxid in die Luft. Das Fazit des BN: Eine zweispurige Bundesstraßenlösung wäre besser gewesen. Sie hätte die Ortschaften besser vom Durchgangsverkehr entlastet, Steuermittel in Millionenhöhe gespart und die Natur geschont. Staus nur verschoben? Der BN zweifelt daran, dass der A7-Ausbau verkehrstechnisch Sinn macht. Denn der Grenztunnel sei ohnehin nur einspurig befahrbar und dürfe aufgrund der Alpenkonvention auch nicht ausgebaut werden. Damit verschieben sich die Staus lediglich um 16 Kilometer an das Autobahnende. Die Linienführung der Autobahn mit der 90-Grad-Kurve nordöstlich von Hopferau diene dem geplanten Anschluss an die neu zu bauende B17 aus Steingaden. Die dürfe aber aus landschaftlichen und ökologischen Gründen nicht verwirklicht werden, so der Bund Naturschutz. Auch die B308-Umfahrung um Immenstadt muss gestrichen werden, fordern die Naturschützer.

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