Viermal "ja" zu Waldmann

Michaela Waldmann (Mitte) ist nun offiziell Bürgermeisterkandidatin in Pfronten. Sie hat die Unterstützung von CSU-Fraktionschef Peter Scholz (v.l.), 3. Bürgermeister Manfred Seeboldt (CSU), dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Frick, Gemeinderat Sebastian Nöß und 2. Bürgermeister Philipp Trenkle (beide Pfrontener Liste) sowie Heinz Heer von den Freien Wählern. Foto: Schuster

Nun ist es amtlich: Michaela Waldmann aus Aitrang wird bei der Pfrontener Bürgermeisterwahl im November als Repräsentantin aller vier Gemeinderatsfraktionen auf dem Wahlzettel stehen. CSU, SPD, Freie Wähler und Pfrontner Liste haben sie nun offiziell nominiert – auch der Verein „Unser Pfronten“ – Nachfolgeorganisation der Bürgerinitiative, die vergangenes Jahr den Bürgerentscheid gegen den Feneberg-Umzug in Ried startete – erteilte ihr ihren Segen.

„Mit ganz großer Mehrheit“, so Sebastian Nöß, habe sich die Pfrontener Liste für Waldmann ausgesprochen, „mit überwältigender Mehrheit“ (Klaus Frick), die SPD. Einstimmig gaben CSU und Freie Wähler ihr Votum an Waldmann, die bei der Vorstellung im Pfarrheim bereits symbolisch zwischen den zweiten und dritten Bürgermeistern, Philipp Trenkle (PL) und Manfred Seeboldt (CSU), Platz nahm. „Ich glaube, dass ich für Pfronten die Richtige sein könnt'“, erklärte Waldmann am Freitagabend im Pfarrheim St. Nikolaus ganz selbstbewusst, gab aber auch an, sich ein Stück weit als Moderatorin zu verstehen, „mit einem einem Gemeinderat, der auch Mal streitet, aber in der Sache denkt zum Wohl des Ortes“. Nach Pfronten ziehen werde sie in naher Zukunft jedoch nicht, so die gebürtige Lengenwangerin, die mit ihrem Mann in Aitrang lebt. Denn im selben Haus wie sie hätten auch ihre Schwiegereltern ihre Wohnung, besonders nach dem Tod ihrer eigenen Eltern vergangenes Jahr schätze sie das familiäre Umfeld, bat sie um Verständnis. Einmal mehr hoben die Vertreter der Parteien und Gruppierungen hervor, dass sie sowohl von der Persönlichkeit als auch der fachlichen Qualifikation der 43-Jährigen überzeugt seien (Waldmann ist seit 26 Jahren im Landratsamt tätig). Die rechtlich-fachliche wie die menschliche Eignung bringe sie mit, so Sebastian Nöß. Eine Bürgermeisterin müsse schließlich auch die Gemeindeverwaltung mit ihren 70 Angestellten führen und „D'Gmoindsrat aushalta“. „Wir sind sicher, eine Top-Kandidatin gefunden zu haben“, meinte SPD-Fraktionschef Klaus Frick, „wir freuen uns auf die Zusammenarbeitet“, griff Peter Schloz (CSU) gar etwas weit vor. „Wir sind sicher, dass sie geeignet ist“, attestierte Freie-Wähler-Fraktionschef Heinz Heer. Einen „vorzüglichen Eindruck“ hatte auch der Verein „Unser Pfronten“ von ihr gewonnen, wie deren Vertreter Heinz Brodmann erklärte. Seine Gruppierung ist aus der Initiative hervorgegangen, die per Bürgerentscheid den Umzug des Feneberg in Ried verhinderte und wolle in Zukunft eine Wählergruppe ähnlich der Pfrontner Liste darstellen. Dass Waldmann CSU-Mitglied ist, war kein Thema. „Wir nominieren kein Parteimitglied, sondern eine Persönlichkeit“, stellte SPD-Fraktionschef Klaus Frick klar. Auch dem noch amtierenden Rathauschef Josef Zeislmeier habe man schließlich „gar ned so angemerkt, dass er ein SPDler ist“, urteilte Heinz Heer.

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