Kunst als verbindendes Element

Vor seinem Gemälde genießt Gentile Polo (links) mit seinem Künstlerkollegen Raimund Prinoth (rechts) die Vernissage in der Sparkasse Allgäu. Foto: Friedrich

Füssen – Mit 25 Künstlern ist die Ausstellung „Incontri d` Arte – Kunst-Treffen“ in die Sparkasse Allgäu in Füssen eingezogen. Hier werden die Werke noch bis Freitag, 22. August, zu sehen sein. Die sind alle in Ateliers entlang der Via Claudia Augusta geschaffen worden.

Der Himmel über der alten Römerstraße – wie ihn der Künstler Raimund Prinoth malt – ist rot wie italienischer Wein. Die Gruppenausstellung zeigt eine ziemlich bunte, fantasievoll die Geschichte der Völker verbindenden Via reflektierende Bilderwelt, die sehenswert ist. Dafür gibt es mehrere Gründe. „Incontri d' Arte“ – sprich „Kunst-Treffen“ – ist das ästhetische Programm überschrieben, zu dem die Künstler jeweils ein – aus ihrer Sicht gelungenes – Werk beisteuern. „Hier beteiligen sich Kunstschaffende, die an der historischen Route ihren Wohnsitz haben“, unterstrich Rudolf Zint aus dem Organisationsteam den zentralen Punkt der zweiten und wieder in Italien gestarteten Kunst-Tournee. 

Die 700 Kilometer lange Strecke verläuft von Altino und Ostiglia bis Donauwörth. Die Wahl für die erste Ausstellung dieser Art fiel 2011 auf Mezzocorona, das an der Grenze zwischen dem italienischen und deutschen Sprachraum liegt. „Das ist keine Eintagsfliege“ freute sich Paul Iacob (SPD). Der Füssener Bürgermeister amtiert als Vorsitzender des Vereins Via Claudia Augusta Bayern. Sein Stellvertreter ist Rudolf Zint aus Roßhaupten. Einleitende Worte zur Ausstellung sprach die italienische Vereinspräsidentin Mariarosa Bee. Als Übersetzer diente Christoph Tschaikner aus Tirol, Geschäftsführer der ARGE Gastlichkeit an der Via Claudia Augusta. Weil im Vorfeld auf ein kritisches Auswahlverfahren verzichtet wurde, begegnet der Besucher hier Arbeiten unterschiedlicher Qualität. Es ist zudem schnell ersichtlich, wer sich der Malerei professionell oder als Hobby widmet. 

Eine große erzählerische Qualität

Nicht alle Teilnehmer beschäftigen sich mit dem vorgegeben Hauptthema „Fass“, dem sich der schon genannte Prinoth aus Bozen und sein Kollege Gentile Polo aus Mezzocorona in ausgezeichneter Form widmen. Große erzählerische Qualität hat auch das Bild von Pankraz Walk aus Roßhaupten. Wie ein Magnet wirkt hingegen das Gemälde von Klaus Koch-Tomelic aus Biberwier. Der Österreicher hat als Motiv ein Mädchen mit dunklen Haaren gewählt. Ist es eine südländische Kellnerin? Bei einem Glas Sekt, Wein, Wasser oder Bier ergaben sich im Anschluss noch anregende Gespräche der Gäste der Vernissage mit Künstlern und den Offiziellen aus dem Verein Via Claudia Augusta. Damit wurde auch in der Lechstadt das große Ziel der Ausstellung erreicht: Austausch und Begegnung in lockerer Form und mit internationalem Flair. cf

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