Sanierter Kurgarten wird wiedereröffnet

Ein "herrlicher Fleck"

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Pater Anop zelebriert den Gottesdienst bei der Eröffnung.

Wertach – Nach knapp über einem halben Jahr Bauzeit und grundlegender Sanierung wurde am Sonntag in Wertach der Kurgarten wieder eröffnet. Bürgermeister Eberhard Jehle dankte Pater Anoop für den Gottesdienst und die Segnung „dieses herrlichen Fleckens inmitten unserer Marktgemeinde“.

Die Sanierung war zum 50-jährigen Jubiläum des Kurgartens vorgenommen worden. Aus städtebaulicher Sicht wurde die etwas versteckte und nicht leicht zu findende Lage als Missstand angeprangert. „Im Wettbewerb 'Unser Dorf soll schöner werden' wurde die zentrale Lage nahe der Ortsmitte hingegen als besonders wertvoll eingestuft“, wie Bürgermeister Jehle in seiner Ansprache betonte. Die aus Wertach stammende Landschaftsarchitektin Veronika Stockklauser plante die Umsetzung. So wurden die Wege erneuert, mit einem gelenkschonenden Belag und energiesparender LED-Beleuchtung ausgestattet, das marode Dach des Pavillons durch ein neues und dauerhaftes Blechdach ersetzt, die Toilettenanlage behindertengerecht umgebaut und neue Ruhe- und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Außerdem wurde der Kurgarten neu bepflanzt.

Ein Platz für Konzerte 

Die notwendigen Flächen für die Wegeverbreiterungen im Kurgarten hatten die Nachbarn kostenlos dem Markt Wertach zur Verfügung gestellt. Während der Bauphase konnten ihre Grundstücke auch als Baustellenzufahrt genutzt werden. „Dafür unseren allerherzlichsten Dank“, so Jehle. Der Touristikförderverein mit seinem Vorsitzenden Bernd Dahlhaus richtete zudem einen Tastpfad mit unterschiedlichen Belägen – grober und feiner Kies, Holz und Hackschnitzel – ein und finanzierte das Sonnensegel über dem Kneippbecken. Wie Dieter Kraus, der Leiter der Wertacher Touristinformation, betonte, ist der Kurgarten jetzt vielfältiger nutzbar. „Gesundheitstraining für die Gäste unserer Kurklinik wie Aerobic- und Gymnastikkurse, aber auch Ausstellungen werden hier durchgeführt.

Aber auch Konzerte und unser Weihnachtsmarkt finden im neuen Kurgarten ihr Domizil“, so Kraus, der noch mehr Ideen für das Wertacher Kleinod hat.

Zuschuss vom Bezirk

Die gesamten Sanierungs- und Baukosten beliefen sich auf 235.000 Euro. Gefördert wurde das Projekt auch von der Regierung von Schwaben im Rahmen des Städtebauprogramms und der Röfe-Förderung (Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen) mit 142.000 Euro.

Für die musikalische Unterhaltung während des Gottesdienstes sowie des anschließenden Frühschoppens sorgte die Musikkapelle Wertach unter der Leitung von Dirigentin Petra Huber. Ab dem frühen Nachmittag bis zum Festausklang sorgte das Hofelar-Trio für gute Laune.

Der Touristikförderverein stellte den kleinen Besuchern zudem Kinderspiele vor, die im Zeitalter von Handy und Spielekonsolen langsam in Vergessenheit geraten. Der Förderverein der Musikkapelle Wertach sorgte bei den großen und kleinen Besuchern für das leibliche Wohl.

Herbert Hoellisch

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