Realschule Füssen lädt zum Berufsorientierungstag

Zukunftsmöglichkeiten ausloten

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Gefragter Fachmann: Berufsberater Wolfgang Gabler hörte in der Realschul-Bibliothek den Jugendlichen gut zu. Alle erhielten von ihm die gewünschten Informationen.

Füssen – Christopher Fischer aus Buching machte am Donnerstag zusammen mit 142 Jugendlichen beim Berufsorientierungstag in der Realschule mit. „Weil ich mich stark für Technik interessiere, war meine zweite Station Bihler und die dritte das Autohaus Miller“, erzählt er.

„Aber weil ich auch was anderes sehen wollte, hatte ich mich für den Anfang meiner Tour für das Füssener Hotel Sommer entschieden“, so der 16-Jährige. Mit den anderen Neuntklässlern wird er noch vor den Sommerferien in einen der Ausbildungsbetriebe in der Region hineinschnuppern. 

Wo sie ihren nächsten Schritt in Richtung Berufseinstieg macht, weiß dagegen die 15-jährige Sofia Gans aus Halblech schon jetzt: „Bei Bihler!“ Dieses Unternehmen, das seinem Nachwuchs auch Auslandserfahrung ermöglicht, und das Autohaus Heuberger mit Sitz in Bernbeuren und Füssen, haben als Ausbildungsbetriebe etwas gemeinsam: Sie machen den Berufsstart sowohl in zahlreichen technischen als auch in kaufmännischen Spezialisierungen möglich. Entsprechend oft machten die Neuntklässler der Füssener Realschule bei den Teams dieser beiden Unternehmen Station. Die „Ausbilder“ standen hier als Gast in einem Klassenzimmer für alle Fragen zur Verfügung. 

Organisiert hatten die Aktion die beiden Lehrer Christian Steck und Stefan Huber. Die Jugendlichen hatten dabei die Wahl zwischen drei Info-Stationen pro Runde. Hier gab ihnen Wolfgang Sommer Auskunft über die Ausbildungsberufe in der Hotel- und Gastronomiebranche. Katja Wiedhopf, die verantwortlich für die Physiotherapie an der Fachklinik Enzensberg in Hopfen am See ist, war ebenfalls nicht zum ersten Mal bei dem Info-Tag dabei. Mit dem Zeugnis „Mittlerer Reife“ erfolgt häufig der Einstieg in kaufmännische Berufe, etwa bei der Sparkasse Allgäu, die ebenfalls mit Ansprechpartner für die Schüler vor Ort war. 

Weil Realschulabsolventen sich gern für den Weg als technische Fachkräfte entscheiden, waren auch das Autohaus Miller, Roßhaupten, oder die Firma Deckel Maho aus Pfronten bei diesem Info-Tag vertreten. 

Duale Ausbildung 

Peter Neumann, Ausbilder bei Bihler für den Beruf Mechatroniker, erklärte gegenüber unserer Zeitung: „Die Ausbildung erfolgt im dualen System. Daher wollten die Schülerinnen und Schüler auch genau wissen, wie diese Zusammenarbeit unseres Betriebs mit der Berufsschule funktioniert und wo sie den Unterricht besuchen.“ 

Im Gegensatz zu anderen Berufen gibt es bei Bihler keine Engpässe beim Nachwuchs. „In meinem Bereich sind 40 Bewerbungen auf acht Ausbildungsplätze schon lange die Regel“, sagt Neumann aus dem Bihler-Team. Er gibt noch den Tipp, „sich bei uns fürs Schnupperpraktikum zu bewerben“. Damit könnten Jugendliche ihre Chancen für den Ausbildungsstart im September 2016 verbessern. 

„Die Ausbildungsbetriebe in Füssen und im Umland schließen mit den Absolventen der Realschulen gern Ausbildungsverträge ab“, unterstrich Berufsberater Wolfgang Gabler von der Agentur für Arbeit, der ebenfalls den Realschülern für Informationsgespräche zur Verfügung stand. Dass einige Jugendliche keine Azubis werden, sondern lieber weiter zur Schule gehen wollen, ist ein Trend. In einem Klassenzimmer war daher auch zu erfahren, wie der Wechsel an ein Gymnasium mit entsprechender Unterstützung gelingen kann.

Chris Friedrich

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