Widerstandskraft der Seele

Für die Besucher des „Kurgesprächs“ in des Franziskanerkirche hatte Pater Christoph Kreitmeir (rechts, im Gespräch mit Pater Michael vom Team des Veranstalters) Info-Blätter ausgelegt, die reißenden Absatz fanden. Foto: privat

140 Zuhörer besuchten am Dienstag vergangener Woche den Vortrag von Pater Christoph Kreitmeir im Rahmen der „Füssener Kurgespräche“ in der Franziskanerkirche. Es ging dabei um das Thema „Resilienz“, sprich die innere seelische Stärke durch Widerstandskraft.

Pater Christoph Kreitmeir, noch bekannt als Pfarrer in Hopfen, erwies sich einmal mehr als Publikumsmagnet. Der Andrang an diesem bereits fünften Vortragsabend der diesjährigen Reihe war so groß, dass die Veranstaltung von Pater Michael und Pastoralreferent Christian Schulte in die Franziskanerkirche verlegt werden musste. Die Besucher, die schon im Vortragssaal Platz genommen hatten, zogen kurzfristig in die Kirchenbänke von St. Stephan zu den anderen Zuhörern um. „Eine optimistische Lebenseinstellung ist das wichtigste Merkmal der Resilienz.“ Die Resilienz – mehr oder weniger stark ausgeprägt - befähige jeden Menschen, so der Referent eingangs, mit Lebenskrisen umzugehen. Dieser Begriff habe seinen Ursprung nicht in den Sozialwissenschaften, sondern in der Werkstoffkunde. „Ein angespanntes Gummiband kann in seinen Urzustand zurückkehren, immer dann, wenn die Form verändernde Kraft nicht mehr auf es einwirkt“, erläuterte der Referent. Ähnlich reagiere die Seele. Die Resilienz, die durch kreatives Tun, Entspannung in der Stille und soziale Netzwerke bewusst aufgebaut und entwickelt werden könne, sei der Gegenpol zum Burnout. Um dem Ausbrennen in lauten, hektischen Zeiten mit gravierenden Veränderungen gezielt vorbeugen zu können, sollte immer auch der christliche Glaube „als Kraftquelle“ genutzt werden. Der Pater - der für seinen ermutigenden Vortrag aus Vierzehnheiligen zurück an die frühere Wirkungsstätte kam – stellte nach seinem einstündigen Vortrag, der starken Beifall erntete, Blätter mit Tipps zum Mitnehmen zur Verfügung. Der nächste Referent ist Professor Dr. Franz Decker aus Ravensburg. Er spricht am Dienstag, 14. August, um 20 Uhr im Franziskanerkloster über „Was wirklich zählt und trägt im Leben“. Am Dienstag, 21. August, um 20 Uhr, heißt das Thema „Mein Gottesdienst ist das Fernsehen“.

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