SPD will den Nationalpark

Die SPD forciert weiter die Idee eines „Nationalparks Ammergebirge“. Bei einem Ortstermin auf dem Tegelberg und anschließender Diskussion in Füssen sammelten die Genossen allerhand Gründe für einen solchen Nationalpark. Sowohl die Natur, als auch der Tourismus würden davon profitieren, argumentieren die Sozialdemokraten.

„Unsere Natur schützen“, so lautete das Thema der jüngsten Veranstaltung der SPD Füssen, in deren Kernpunkt es um umweltpolitische Positionen der SPD und deren praktische Umsetzung am Beispiel des Nationalparkprojekts Ammergebirge ging. Neben den SPD-Abgeordneten Bärbel Kofler und Dr. Paul Wengert begleitete der Nationalparkexperte Dr. Hans Ehrhardt die Füssener SPD-Delegation mit der Vorsitzenden Ilona Deckwerth auf den Tegelberg und bei der Abendveranstaltung im Luitpoldparkhotel. Trotz Dauerregens fuhr eine zehnköpfige Gruppe zur Ortsbesichtigung hinauf. Dort erläuterte Ehrhardt anhand eines Landschaftsmodells die Grundzüge der Nationalparkidee, dessen Gebiet mit Ausnahme des Eibsees nur Staatswald umfassen würde. In der Abendveranstaltung wies Bärbel Kofler darauf hin, dass nur 0,5 Prozent der Landfläche Deutschlands auf Kerngebiete von Nationalparks fallen, die aber von überragender Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt seien. Aus den Erfahrungen mit dem Nationalpark Berchtesgaden habe sich gezeigt, dass die Sorgen der Waldbesitzer durch Gespräche genommen werden können. Der Park sei mittlerweile ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor geworden. "Alleinstellungsmerkmal für den Tourismus" „Warum ein Nationalpark?“, fragte Dr. Hans Ehrhardt in seinem Beitrag. Er betonte, dass Lichtweiden als kulturhistorisch wertvolle Flächen in ihrer typischen Ausprägung erhalten werden sollen. Zudem brauche der Schutz dieser einmaligen Landschaft ein professionelles Management, das wiederum Arbeitsplätze schaffe. Dr. Paul Wengert, der auch Tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ist, vertrat die Meinung, dass der Nationalpark Ammergebirge als einziger Bergmischwald-Nationalpark ein Alleinstellungsmerkmal für den Tourismus darstellen würde. Zusätzliche Arbeitsplätze würden entstehen und in der gesamten touristischen Wertschöpfungskette wären zusätzliche Erträge zu erwirtschaften. Und nicht nur die SPD-Politiker waren für den Nationalpark: In der anschließenden Diskussion brachte der stellvertretende Landrat Hubert Endhardt (Grüne) pointiert ein, dass der Nationalpark Ammergebirge touristisch gebraucht würde „für die Zeit nach dem Schnee“.

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