20 Wohnungen werden in der "Neptunpassage" entstehen

Der Bau an der Lechhalde beginnt

Ingenieur Christian Triendl (v.l.), Karin Martin, Energie Vertrieb, Josef Konrad, Leiter Marketing & PR, Michael Hold, Vorstand Reutte Holding AG, Dr. Christoph Hilz, Geschäftsführer EWR GmbH & Co. KG, und Marco Pallhuber, EWR-Bauleitung, geben den Startschuss für das Projekt.

Füssen – Der Startschuss für den Umbau der Lechhalde ist gefallen. Seit Montag wird am Bauprojekt „Neptunpassage – Wohnen am Lech“ gearbeitet. Deshalb muss jetzt auch das Kundencenter der Elektrizitätswerke Reutte (EWR) umziehen.

Ab kommenden Montag ist es in der Kemptener Straße 91 zu finden. Vor Ort stellten am Dienstag Dr. Christoph Hilz, Geschäftsführer der EWR GmbH & Co. KG, und Michael Hold, Vorstand Reutte Holding AG, das Projekt vor.

57 Jahre war das EWR in der Lechhalde 1 ½ beheimatet. Da sammeln sich so einige Dinge an. So fanden die Mitarbeiter beim Ausmisten ein Energiewirtschaftsgesetz aus dem Jahr 1935. Das war „noch in altdeutscher Schrift“, so Hilz. Seit Montag wird hier gearbeitet. Ca. 18 Monate werden die Bauarbeiten dauern, informierte Hold. Im Sommer 2017 will das EWR fertig sein.

Wie genau die Arbeiten ablaufen werden, darüber hat das EWR die Anwohner bereits bei einer „gut besuchten“ Veranstaltung informiert, erklärte Hold. Die hätten „die Anrainer sehr wohlwollend aufgenommen“. Das ist sicher auch der Stadt Füssen zu verdanken. Denn diese hat sich bereit erklärt die Parkplätze, die während des Baus wegfallen, in der Floßergasse zu ersetzen.

Kundencenter zieht ein

 Während des Baus sollen insgesamt 20 Zwei-, Drei- und Vier-Zimmerwohnungen auf drei Etagen entstehen. Davon sind sechs barrierefrei. Im Erdgeschoss, bei der Passage, zieht auf 140 Quadratmeter das EWR-Kundencenter ein. Ebenfalls im Erdgeschoss stehen den Bewohnern 17 Stellplätze zur Verfügung. Ensemble bleibt erhalten Bei der Planung habe sich das EWR intensiv mit dem Denkmalpflegeamt am Landratsamt abgesprochen, erklärte Hold.

„Das Ensemble soll so erhalten bleiben“, sagte Hilz. Als „Highlights“, so das EWR, entstehen auf der Nordseite Terrassen, an denen die ehemalige Stadtmauern sichtbar wird. Auf der Südseite hat das Architekturbüro Walch aus Reutte Loggias konzipiert. Dennoch „der Quadratmeterpreis soll sich an den ortsüblichen Mietpreis anlehnen“, erklärte Hold. Der hänge jedoch auch von der Wohnqualität – Lage, Größe und Ausstattung – ab.

 Insgesamt fünf Millionen Euro wird das EWR in den Bau investieren. Dabei stand in erster Linie nicht die Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt, erklärte Hold. Denn „das EWR möchte am Erhalt der Innenstadt einen Beitrag leisten“ und zur Zentrumsbelebung beitragen. Schließlich versorgt das EWR seit 111 Jahren die Stadt Füssen mit Strom. „Wir sehen uns als Partner der Stadt Füssen“, sagte Vorstand Hold.

 Dieser möchte jetzt etwas an die Stadt zurückgeben. Deshalb haben die Elektrizitätwerke auch regionale Unternehmen beauftragt. So arbeiten die Baufirmen Scheibel und „BauAss Köpf“ an dem Projekt. Für die Gestaltung ist das Architekturbüro Walch und Partner aus Reutte verantwortlich. Die Vermarktung des Bauprojekts übernimmt zudem Weisenbach Immobilien.

Katharina Knoll

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