"Wir wollen einen Ausgleich"

In der Allgäu-Kaserne wird weiterhin fleißig gebaut. Dafür, dass dort jedoch auch in Zukunft nur 1100 Soldaten stationiert sein werden, will Ursula Lax einen Ausgleich für die Stadt. Foto: Knoll

Wie sehr wird die Reduzierung der Zahl der Soldaten in Füssen die Stadt- planung beeinträchtigen? Das wollte Stadtrat Dr. Martin Metzger (BFF) am Dienstag im Bau- und Verkehrsausschuss von Bürgermeister Paul Iacob (SPD) wissen. Der sah keine großen Probleme – anders jedoch seine Stellvertreterin Ursula Lax (CSU). Sie forderte energisch einen Ausgleich vom Staat.

Wie berichtet wird der Standort Füssen infolge der Bundeswehrreform nicht wie geplant von knapp 1100 auf 1600 Soldaten anwachsen, sondern bei rund 1100 Soldaten bleiben. Das erfuhr auch Metzger vom Rathauschef. Der erklärte jedoch: Die Ausbildungskompanien fallen weg und damit auch diejenigen Soldaten, die nur einige Monate in Füssen stationiert sind. Er erwarte sich folglich einen Zuwachs von Berufssoldaten, die mit ihren Familien in den Raum Füssen ziehen. Doch wie der Kommandeur des Gebirgslogistikbataillon 8, Oberstleutnant Bodo Venn, gegenüber dem KREISBOTE erklärt hatte, ist der Dienstpostenplan quasi noch ein Buch mit 1100 leeren Seiten. Mit welchen Stellen dieses gefüllt wird, steht noch nicht fest. Dennoch wird Füssen 500 versprochene Soldaten nicht bekommen. Für diese forderte Ursula Lax in der Sitzung „einen Ausgleich, so wie ihn andere Kommunen auch be- kommen“. Schließlich habe Füssen ja extra eine neue Kindertagesstätte gebaut – auch angesichts eines erwarteten Zuwachses an Soldaten. Indes wird an der Kaserne weiter gebaut. Fast schon im Schnellverfahren hat der Bauausschuss den Antrag des Staatlichen Bauamts durchgewunken, eine neue Sporthalle auf dem Kasernengelände zu bauen. Ohne Diskussion kam der Antrag sofort zur Abstimmung und wurde einstimmig angenommen.

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