Wirtschaftskammer Reutte geht optimistisch ins neue Jahr

Die Wiltener Sängerknaben sorgten mit ihren beeindruckenden Stimmen für die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs. Foto: ed

Reutte – Ein überwiegend positives Fazit für 2012 hat der Wirtschaftspräsident für Tirol, Dr. Jürgen Bodenseer, beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Reutte gezogen. Und auch die Aussichten für 2013 schätzte er positiv ein.

„Der Tiefpunkt der Krise ist überwunden und ich glaube mit bestem Gewissen sagen zu können, dass es in Tirol im nächsten Jahr zu keinem Einbruch der Konjunktur kommen wird“, meinte Bodenseer weiter. Dicht gedrängt standen Unternehmer und Vertreter aus der Kommunalpolitik im Festsaal der Wirtschaftskammer, als WK-Obmann Michael Baldauf auf die Bekämpfung des sich andeutenden Fachkräftemangels als einen der Schwerpunkte in der Arbeit für 2013 hinwies. Weiter erwartet sich der Bezirksobmann einen neuen Schub in Richtung Modernisierung der betrieblichen Strukturen im hinteren Lechtal. „Zum einen ist der Skigebietszusammenschluss von Lech und Warth eine willkommene Chance für diese Region und zum anderen wird auch der neu geschaffene Lechweg einen Aufschwung bringen". Die Erfahrung zeige, dass der Wintertourismus den Sommertourismus befruchtet. Dies setze aber auch voraus, dass den Betrieben ein neuer Schub in Richtung Modernisierung der betrieblichen Strukturen ermöglicht wird. Hierzu müsse ein Konzept für die finanzielle Unterstützung durch die regionalen Banken gefunden werden. Wirtschaftskammerprä- sident Bodenseer bezeichnete die wirtschaftliche Lage im Bezirk Reutte, besonders durch das „Sahnehäubchen Tourismus" sowie den guten Mix von produzierendem Gewerbe und Handel, als sehr gut. Österreich-und tirolweit bemängelte er die bürokratischen Hürden die oft höher seien als notwendig: „Diese verhindern neue Ideen, bremsen den Unternehmergeist und verhindern immer wieder die Schaffung neuer Arbeitsplätze“. Er forderte, dass für jedes neue Gesetz ein altes „entrümpelt" werden müsse. Vorgestellt wurde auch der neue Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer, Wolfgang Winkler, seit vier Jahren Bürgermeister von Ehenbichl. Für ihn bedeute das Nebeneinander zwischen Wirtschaft und Politik keinen Gegensatz, sondern es könne jeder vom anderen profitieren. Er wird seinen Bürgermeisterposten auf jeden Fall beibehalten. ed

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