FTM und EVF wollen gemeinsam Förder-Projekte erarbeiten

Missverständnisse geklärt

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Stefan Fredlmeier, Tourismusdirektor in Füssen.

Füssen – Der EV Füssen und Füssen Tourismus und Marketing (FTM) haben sich ausgesprochen. Bei einem Treffen wurde deutlich, dass der Eissportverein weiterhin durch das Kommunalunternehmen gefördert werden könne.

Beide Seiten wollen sich jetzt mit Vertretern aus Hotel und Gewerbe zusammensetzen und ein Konzept erarbeiten. Auch ein Gespräch mit der Stadt verlief erfolgreich, gab jetzt der EVF bekannt. Mit der Übereinkunft, ab jetzt konstruktiv nach vorne zu blicken, endete eine Besprechung des EV Füssen mit Füssen Tourismus und Marketing. 

Stefan Fredlmeier, FTM-Vorstand, erklärte hier den Beschluss des Kommunalunternehmens, den er in der jüngsten Stadtratssitzung bekannt gegeben hatte: FTM könne den Verein nicht mehr pauschal bezuschussen, wie er es in der Vergangenheit getan hatte (der Kreisbote berichtete). 

Fredlmeier machte jedoch auch deutlich, dass durch eine konzeptionelle und tourismusrelevante Zusammenarbeit eine finanzielle Leistung weiterhin möglich ist. Jürgen Jentsch, Thomas Zettlmeier und Johann Fleschhut vom EV Füssen verwiesen auf eine „zunächst nicht optimale Kommunikation” für den EVF. 

Gleichzeitig stellten sie aber auch Ideen vor. Sie führten neben der überregionalen touristischen Ausstrahlung des EVF auch die Bedeutung des Eishockeysports für das FTM-Stadtmarketing an. „Gerade durch professionelle und hochklassige Nachwuchsarbeit und sportliche Events besitzt die Stadt ein überregionales Alleinstellungsmerkmal, zieht junge Menschen und Familien an und sorgt in der Sportstadt für hohe Freizeitqualität und für Zentralität”, betonten die Vereinsvertreter. 

Sie machten jedoch auch klar, dass sie grundsätzlich Verständnis für die Abkehr von FTM von einer allgemeinen Bezuschussung hätten, die in den vergangenen Jahren eher politisch motiviert war. 

Die Vereinsvertreter schlugen vor, „eine neue Seite der Kooperation” aufzuschlagen. Dafür soll ein gemeinsamer Workshop auch mit Vertretern aus Hotellerie und Gewerbe sorgen. Fredlmeier begrüßte dies. Er werde sich persönlich einbringen, kündigte er an. 

Auch der Marketingausschuss soll sich mit dem Ergebnis bald befassen. „Mit diesem Vorgehen tragen wir der Sonderstellung des EVF für Füssen Rechnung, die der Verein in puncto Ausstrahlung nach außen und Identifikation nach innen besitzt”, so Fredlmeier. 

Nachdem auch die jüngste Aussprache mit der Stadt zu einer weitgehenden Einigung geführt hat, so der EVF, „dürfte jetzt dem Genuss des Eishockeysports in Füssen auf solider wirtschaftlicher Basis hoffentlich nichts mehr entgegen stehen”, so die Beteiligten.

kb

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