Zebrastreifen soll bleiben

Den Zebrastreifen über die Augsburger Straße wollen die Stadträte erhalten, das Staatliche Bauamt würde ihn lieber entfernen. Foto: Schuster

Laute der Verwunderung waren in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses zu hören, als Bürgermeister Paul Iacob (SPD) Pläne präsentierte, den Zebrastreifen über die Augsburgerstraße auf Höhe der Dr.-Samer-Straße nahe der AOK zu entfernen. „Das Staatliche Bauamt hätte ihn gern weg“, so der Bürgermeister. Die Stadträte wollen ihn jedoch behalten.

Zwei bis drei Unfälle geschehen jährlich im Bereich des Zebrastreifens. Dazu gehören Auffahrunfälle oder auch Zusammenstöße mit Fahrradfahrern. Deswegen hätte das Staatliche Bauamt in Kempten, das für die Augsburger Straße, die zur B16 gehört, verantwortlich ist, ihn gern entfernt. Alternativ bestünde die Möglichkeit, dort einen Schülerlotsen-Übergang früh morgens zu schaffen, damit die Kinder sicher über die Straße zur Schule kommen. Doch gerade weil der Zebrastreifen von vielen Schülern genutzt wird, wollen die Stadträte ihn beibehalten. „Er bindet ein ganzes Viertel an die Schulen und Kindergärten an“, meinte etwa Magnus Peresson (UBL). Die nächsten Ampeln am Kaiser-Maximilian-Platz sowie die Bedarfsampel in Richtung des alten Landratsamts seien zu weit weg, meinten einige Räte, auch für viele Senioren, die den Überweg häufig nutzen. Der Möglichkeit einer Temporeduzierung in der Augsburger Straße rechneten die Vertreter von Polizei und Verwaltung jedoch „keine Chance“ aus. Auch um die Radweg-Situation in dem Bereich machten einigen Räten Sorgen. Für ein Schild „Radfahrer absteigen“ plädierte etwa CSU-Fraktionsvorsitzender Heinz Hipp. Das Staatliche Bauamt bestehe nicht auf seiner Position, sondern sei gesprächsbereit, hieß es im Ausschuss. Die Räte jedenfalls sprachen sich für die Erhaltung des Zebrastreifens aus.

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