Initiatoren sammeln Spenden für Fun- und Skatepark

Die Jugend ist nun gefragt

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Die Initiatoren Thomas Scheibel (v.l.), Stefan Splitgerber, Bürgermeister Paul Iacob, Severin Lorenz und Sportbeauftragter Markus Gmeiner stellen den Flyer für den Fun- und Skatepark vor. 

Füssen – Das Projekt Fun- und Skatepark Füssen geht in die zweite Runde: Der Grundstückskauf ist fast abgeschlossen, nun werden Spenden für den Bau gesammelt.

ruf haben am Donnerstag die Initiatoren Thomas Scheibel und Stefan Splitgerber, Leiter des Füssener Jugendtreffs (Jufo), Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und Sportbeauftragter Markus Gmeiner vorgestellt. „Jetzt sind auch die Jungen dran, selber für sich etwas zu tun“, so Scheibel.

Lange schien ein Fun- und Skatepark in Füssen eine unendliche Geschichte zu sein: Seit den achtziger Jahren wünschen sich Skater einen öffentlichen Platz, um ihre Sportart ausüben zu können. Während des vergangenen Wahlkampfs kam das Thema erneut zur Sprache.

Doch erst Ende 2015 wurde das Projekt konkret: Die Stadt Füssen fand einen geeigneten Platz südwestlich der Sportanlage im Weidach und führte auf Beschluss des Stadtrates Verkaufsgespräche mit den Grundstückseigentümern.

„Wir wollen den Funpark so schnell wie möglich umsetzen“, meinte Bürgermeister Paul Iacob. Der Rathauschef zählt das Projekt zu den „Aufgaben meiner Amtszeit.“ Allerdings muss die Stadt dafür tief in die klamme Kasse greifen. Nach ersten Schätzungen werde der Fun- und Skatepark wohl um die 300.000 Euro kosten.

Zehn Prozent davon, also 30.000 Euro, sollen durch Spenden zusammenkommen. „Das Ziel ist sehr hoch gesteckt. Das ist keine geringe Summe. Aber wir sind guten Mutes“, so Gmeiner. Und es darf auch mehr sein. „Wir hören bei zehn Prozent nicht auf“, fügt Iacob schmunzelnd hinzu.

Ein Zeichen setzen 

Mit dem Spendenaufruf möchten die Initiatoren aber auch ein Zeichen setzen: „Wir wollen die Masse zeigen, die dahinter steht“, erklärt Scheibel.

„Jeder Euro hilft, selbst die zwei Euro eines 14-Jährigen.“ Alle, die behaupten in Füssen gebe es nichts für die Jugend, seien jetzt gefragt, so Scheibel. Seit Donnerstag können Gelder auf dem städtischen Spendenkonto eingezahlt werden, dafür werden auch Quittungen ausgestellt. „Die Spender werden am Ende auf einer Tafel bekannt gegeben“, informiert Scheibel. Die Bankverbindung ist auf den 5000 Flyern angegeben, die derzeit verteilt werden. Diese liegen zudem im Jufo aus.

Damit auch Leute mit kleinem Geldbeutel einen Beitrag leisten können, sollen auch noch Spendenboxen in verschiedenen Geschäften aufgestellt werden. Im Sommer 2017 soll mit dem Bau begonnen werden, informierte Gemeiner. Der städtische Sportbeauftragte schätzt den Fun- und Skateplatz sowie den Baseballplatz, der daneben entstehen soll, als eine „absolute Aufwertung“ der Sportanlage im Weidach ein.

Doch nicht nur dafür: Auch für die Stadtentwicklung, den Tourismus und die Entwicklung der Füssener Jugend sehen die Initiatoren und die Stadtverwaltung einen positiven Effekt. Die Stadt soll auch durch Familien wachsen, so Iacob. „Das belebt die Stadt.“ Allerdings haben Familien andere Ansprüche. Zum Beispiel einen Platz, an dem sich Jugendliche unabhängig von Öffnungszeiten treffen können. „Ich denke ein Funpark ist bestens geeignet dafür“, so Splitgerber.

"Man wird härter" 

Durch das Abschauen und Ausprobieren neuer Tricks entwickeln sich Identitätsbilder, das Selbstwertgefühl steigt und die Jugendlichen lernen mit Niederlagen umzugehen. „Man ist härter“, so Scheibel. Und entwickelt Fähigkeiten, die auch auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. Zudem können sich auch Teenager, die ihren Urlaub in Füssen verbringen, hier ausprobieren, während ihre Eltern Schloss Neuschwanstein besichtigen.

 „Man geht hin und macht mit. Da ist die Sprache unwichtig“, so Scheibel. Dass Fun- und Skateparks auch im Tourismus eine Rolle spielen, beweise die Stadt Konstanz. Die bewerbe mittlerweile mehrsprachig ihren Skateplatz auf ihrer Homepage, weiß Scheibel. Mehr Infos gibt es beim Jugendtreff Füssen unter der Nummer 08362/92 10 44 oder per E-Mail an info@jufo-fuessen.de.

Wer den Fun- und Skatepark unterstützen möchte, kann einen Zuschuss auf das Spendenkonto IBAN: DE20 7335 0000 0000 0000 18, BIC: BYLADEM1ALG, Verwendungszweck: „Funpark Füssen“ mit Angabe der Adresse überweisen. Falls die Spende anonym bleiben soll, sollte das vermerkt werden.

Katharina Knoll

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