Zugeständnisse an Radler

Dieser Teil der Mariahilfer Straße soll bald zur Fahrradstraße werden. Da Autos und Krafträder aber auch jetzt schon nicht hindurchfahren dürfen, ändert sich eigentlich nichts, wie Manfred Schweinberg von der Stadtverwaltung auf Nachfrage bestätigte. Foto: Knoll

Der gesperrte Abschnitt der Mariahilfer Straße wird zur Fahrradstraße. Dafür hat sich unter anderem der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss am vergangenen Dienstag während des Berichts des Arbeitskreises Radverkehr ausgesprochen.

„Das kostet nur ein Schild“, meinte Heinz Hipp (CSU) als er seinen Vorschlag, die Mariahilfer Straße am Ziegelberg in eine Fahrradstraße umzuwandeln, vorstellte. Auch Polizist Thomas Meiler nahm diesen Vorschlag positiv auf, schließlich sei die bisherige Beschilderung „ausgenommener Schwachsinn“. Allerdings sollten auch Linienbusse die Fahrradstraße befahren dürfen. Dem Vorschlag stimmte der Bauausschuss schließlich einstimmig zu. Auch den Eicheleweg dürfen die Radfahrer zukünftig befahren. So wird er als Geh-und Radweg ausgeschildert, was das Gremium einstimmig beschloss. Dafür wird auch der Gehsteig abgesenkt und der Belag ausgebessert. Außerdem sprachen sich die Stadträte dafür aus, dass die Einbahnstraße Sudeten- und Hilteboldstraße für Radler entgegen der Einbahnrichtung freigegeben wird. Da der gemeinsame Geh- und Radweg in der Theresienstraße nicht überall 2,5 Meter breit ist, stimmte der Verkehrsausschuss dafür, die Radler an diesen Stellen mit einem Überleitungsstreifen auf die Straße zu lenken. Das müsste allerdings ein Schild anzeigen, wandte Meiler zuvor ein. Ein Tempo-30-Verkehrsschild soll, so war sich das Gremium einig, in der Ziegelwies an der Kurve in der Tiroler Straße angebracht werden, wozu Manfred Schweinberg von der Stadtverwaltung riet. Denn die Strecke werde, so Schweinberg, wenn im Juni der Lechwanderweg eröffnet wird, wahrscheinlich stark frequentiert werden. Einen Fahrradschutzstreifen am Prinzregentenplatz einzurichten, das lehnte der Verkehrsausschuss hingegen wegen der hohen Kosten ab. „25.000 Euro sind nicht drin, für das kurze Stück“, meinte Franz Nagel (CSU). So viel hätte nämlich das Entfernen des Parkplatzes, des Grünstreifens und des Hydrantens, aber vor allem das Verlegen der Wasserleitung gekostet.

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