Zukunftsträchtiges Projekt

Freuen sich über das Projekt „Hahnenkamm neu": Reuttes Vizebürgemeister Dietmar Koler (v.r.), Bürgermeister Alois Oberer, Architekt Armin Walch, Manfred Wierer (GF Seilbahnen GmbH), Höfens Bürgermeister Vinzenz Knapp und Reuttes Vizebürgermeisterin Elisabeth Schuster. Foto: Claus

Ein Projekt von beachtlicher Größe entsteht derzeit am Hahnenkamm in Reutte. Mit dem Bau der neuen Achter-Einseil-Umlaufbahn schlägt die Reuttener Seilbahnen GmbH ein völlig neues Kapitel auf. Diese moderne Aufstiegshilfe soll künftig mehr als dreimal so viele Gäste auf den Berg befördern wie die bisherige Pendelbahn und der Doppelsessellift es zusammen schafften und wird diese ersetzen. Nahe der Ausstiegsstelle am Berg entsteht auch ein neues Restaurant mit großem Terrassenbereich, zu dem in der vergangenen Woche der Grundstein gelegt wurde. Insgesamt kosten diese beiden Prestigeprojekte 9,5 Millionen Euro, Anfang Dezember sollen sie bereits fertig sein.

Um die Arbeiten am Berg kostengünstig realisieren zu können, verlängerte zudem die Gemeinde Höfen zusammen mit der Agrargemeinschaft einen bestehenden Forstweg auf eigene Kosten um vier Kilometer bis auf den Berg ins Höhenskigebiet. Dadurch ergibt sich eine weitere Möglichkeit, diese Straße als Wanderweg zu nutzen. Bürgermeister Vinzenz Knapp erklärte anlässlich der Grundsteinlegung für das Bergrestaurant: „Hier am Hahnenkamm beginnt in der Wintersaison 2010/11 eine neue Ära. Wir sind den Investoren zu großem Dank verpflichtet, denn Investitionen in dieser Größenordnung sind nicht selbstverständlich". Er erklärte weiter, dass der Hahnenkamm ohne diese Maßnahmen touristisch gestorben wäre. „Nun gilt es vorrangig, in erster Linie die Menschen aus der Region Allgäu und Baden-Württemberg zurück zu gewinnen und davon zu überzeugen, dass sie zum Skifahren nicht mehr über dem Fernpass fahren müssen.“ Touristisch sei wieder Zuversicht angesagt, so der Standortbürgermeister. Als zusätzliche Zielgruppe neben dem sportlichen, anspruchsvollen Skifahrer haben die Verantwortlichen auch Familien und Kinder im Auge. Die Zwischenstation am „Alpeggle" wird so situiert, dass auch ungeübte Skifahrer das Höhenskigebiet nutzen und künftig den ganzen Tag am Berg bleiben können, ohne je ins Tal fahren zu müssen. Dafür werden auch noch einige Pistenkorrekturen vorgenommen. Das Panoramarestaurant mit 80 Sitzplätzen im Inneren und 150 Terrassensitzplätzen entsteht in unmittelbarer Nähe der neuen Bergstation. Der derzeitige Doppelsessellift und der ‚Jochhalde-Lift’ werden noch in diesen Jahren abgetragen. Die Talstation wird als Verwaltungsgebäude weiter genutzt. „Die Bergbahn ‚alt’ wird zunächst noch als Materialbahn genutzt und zeitnah abgebaut", informierte der verantwortliche Architekt Armin Walch den Ablauf der weiteren Baumaßnahmen.

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