Zuviel Geld für die Kultur?

„Wir geben zuviel aus für die Kultur“ – diese Aussage machte im Rahmen der Haushaltsberatung am Dienstag vergangener Woche im Haupt- und Finanzausschuss der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Michael Wollnitza. Angesichts klammer Kassen möchte er an den kulturellen Ausgabe der Stadt sparen. Während Kulturamtsleiter Thomas Riedmiller neben den Ausgaben auch die Einnahmen aus Kulturveranstaltungen anführte, verteidigte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) den Kulturetat als wichtig.

„Wir haben Mehrausgaben von 100.000 Euro dieses Jahr. Ich kann das nicht unterstützen“, erklärte Wollnitza. „Auch das Kulturamt muss sparen“, stimme Stadtrat Herbert Dopfer (Füssen-Land) ein. Er schlug vor, 2013 auf die großen kulturellen Highlights zu verzichten. Das Budget des Kulturamts beträgt heuer 990.000 Euro, 900.000 waren es noch im vergangenen Jahr. Mit diesem Geld werden neben den anfallenden Personalkosten aus Veranstaltungen wie die Kaisersaalkonzerte oder das Festival „Vielsaitig“ finanziert. FTM soll mitzahlen „Ich weiß nicht ob man hier nicht aus einer Mücke einen Elefanten macht“, verteidigte Kulturamtschef Thomas Riedmiller die Höhe seines Etats. Zähle man die Einnahmen aus Eintrittskarten dazu, habe sein Amt im vergangenen Jahr lediglich 20.000 Euro für sein Kulturprogramm bezahlt, rechnete er vor. „Wir wollen eine Kulturstadt sein“, rechtfertigte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) die Höhe des Budgets und betonte den hohen Stellenwert etwa der diesjährigen Ausstellung von Geigen aus Cremona in Füssen. „Eine Lanze für die Kultur brechen“ wollte Stadträtin Hannelore Semmlin-Leix (SPD), die vielmehr die hohen Kosten des Bundesleistungszentrums kritisierte. Hier betonte der Rathauschef, wie wichtig das BLZ für den Tourismus sei, da es Übernachtungsgäste und Kunden nach Füssen locke. Füssen Tourismus solle sich künftig an den Kulturausgaben beteiligen, lautete der Vorschlag von Semmlin-Leix.

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