Grüne wollen in Reutte und Breitenwang ins Rathaus einziehen

Mit viel Selbstbewusstsein

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Die Mannschaft der Grünen in Breitenwang mit Bürgermeisterkandidatin Regina Karlen (mittlere Reihe links) treten erstmals mit einer Liste an.

Reutte/Breitenwang – Dieses Mal wollen es die Grünen wissen: In Reutte schon seit 18 Jahren im Gemeinderat vertreten, präsentieren sie erstmals auch in der Nachbargemeinde Breitenwang zur Gemeinderatswahl eine Liste. Und – sie stellen sich mit auch dem Kampf um den Bürgermeistersessel.

Barbara Brejla für Reutte und Regina Karlen für Breitenwang kommen beide aus dem „gleichen Stall“ – sie sind Schwestern. Bei einem „Grün-Knödel-Essen“, gekocht von einem der Listenmitglieder, im ehemaligen „Bauer-Haus“ im Zentrum von Reutte, stellten die Gruppierungen ihre Mannschaften vergangene Woche der Öffentlichkeit vor. Ihr Mitstreiter im Reuttener Gemeindeparlament und Listenzweiter Helmut Hein stellte die Herausforderin von Bürgermeister Luis Oberer vor, die ihrerseits eine Mischung von Jungen und Erfahrenen vor den Vorhang bat. Darunter altgediente Gemeinderäte wie jene der ersten Stunde Margit Dablander und Karlheinz Kurz am Ende der Teamliste. Die weiteren Mitglieder: 3. Soner Tiytili, 4. Roland Schnegg, 5. Katharina Klimesch.

Viele Fachleute

 Die Grünen von Reutte setzen auf ein „Grünes Netzwerk“ in Tirol, das über einen großen Pool von Fachleuten über allen Gremien hinweg verfüge, wie Barbara Brejla, Mutter zweier Kinder und Tierärztin, betonte. Zuhören, Reden und Kompromisse finden, seien die Ingredienzien für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Bezirkshauptortes meinte die Bürgermeisterkandidatin und gab sich zuversichtlich die Mandate für ihre Gruppierung auszubauen. Erschwingliche Sozialwohnungen, die Gleichberechtigung und Sicherheit im öffentlichen Raum, das Eintreten für saubere Energie und eine Gemeindepolitik, die verbindet und nicht spaltet, sind weitere Schwerpunkte im Forderungs- und Angebotskatalog der Grünpolitiker auf Kommunalebene.

Ziel: Photovoltaik

Anders die Situation der finanzstarken Nachbargemeinde Breitenwang. Dort treten die Grünen mit Sozialpädagogin Regina Karlen an der Spitze erstmals an. Alte Denkmuster abzulegen und mit einem partnerschaftlichen Miteinander die hohe Lebensqualität in Breitenwang, das wahrlich keine Problemgemeinde sei, zu erhalten haben sie sich auf die Fahnen geheftet. Ein Schwerpunkt: Photovoltaik auf allen öffentlichen Gebäuden der Gemeinde.

Die Kommune soll Vorbild bei der Energiewende werden. Die Stocksportarena würde sich dazu besonders gut eignen, meinen die Grünen von Breitenwang. Nach Karlen auf der Liste der Breitenwanger finden sich außerdem „Burgfräulein“ Waltraud Heinrich, Louis Priemer, Brigitte Hofherr und Oskar Hollenstein.

niko

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