"Alpenrandschauplätze" beginnen am Samstag

Bunter Mix

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Alles im Rahmen der „Alpenrandschauplätze“: Miriam Dunja Berraissoul und John Arthur Westerdoll präsentieren heuer mit ihrem Murmeltier als Maskottchen die zweiten Theater- und Kleinkunsttage Füssen.

Füssen – Miriam Dunja Berraissoul wäre sicherlich froh, wenn es eines Tages heißen würde: „Und jährlich grüßt das Murmeltier.“

Die Initiatorin der Theater- und Kleinkunsttage mit dem Titel „Alpenrandschauplätze“ hätte es dabei aber wohl lieber, wenn man das kleine Festival, das heuer zum zweiten Mal über die Bühne geht, mit positiveren Gedanken in Verbindung bringt, als sie der Hauptdarsteller in dem Hollywood-Streifen „Und täglich grüßt das Murmeltier“ an das Nagetier hat.

„Alpenrandschauplätze“, die Berraissoul mit dem Füssener Geigenvirtuosen John Arthur Westerdoll zusammen 2015 ins Leben gerufen hat, wartet heuer vom 1. bis zum 9. Oktober mit sechs Kultur-Veranstaltungen auf, die an zwei verschiedenen Orten stattfinden.

Die Idee zu dem Theater- und Kleinkunstfestival ist der seit rund sechs Jahren in Füssen lebenden Regisseurin und Theaterwissenschaftlerin Anfang 2015 gekommen, als sie darüber nachgedacht habe, was sie in der Lechstadt machen könnte. Da seien ihr eben Sachen eingefallen wie Theater und Kleinkunst, „die mir selber ein bisschen in Füssen fehlen“, sagt Berraissoul, die sich dann auch den Namen „Alpenrandschauplätze“ ausgedacht hat. Dieser solle indes nicht als bierernstes Etikett für etwas elitär Hochtrabendes, sondern mit einem satirischen Augenzwinkern verstanden werden.

Mit dem für das Festival als Maskottchen dienenden, in den Alpen heimischen Murmeltier wollen Berraissoul und Westerdoll in erster Linie ein Kulturangebot „für Leute, die hier leben“ schaffen. Das sei bei der Premiere im vergangenen Jahr bereits ganz gut angenommen worden, unterstreicht Berraissoul, doch hoffe sie heuer „auf noch ein bisschen mehr Resonanz.“

Auftakt am Samstag 

Den Auftakt zu den zweiten Theater- und Kleinkunsttagen Füssen bildet dabei ein Klassik-, Jazz- und Klezmer-Konzert mit Irith Gabriely und Peter Przystaniak am heutigen Samstag, 1. Oktober, um 20 Uhr im Kaisersaal. An den darauffolgenden Festivaltagen wird es dann jedoch ein wenig intimer oder „uriger“, wie Berraissoul erklärt. Das gehöre ebenfalls zum Konzept der Veranstaltung, die auf möglichst große Individualität und Authentizität der künstlerischen Darbietungen Wert legt.

Weniger Spielstätten

Im Gegensatz zum Premierenjahr wurde die Anzahl der verschiedenen Spielstätten dabei diesmal etwas reduziert. So steigen sowohl ein weiteres Konzert sowie vier kleine Theaterstücke beziehungsweise Lesungen in der Remise am Lech. Mit dem „Theater Bravure“, das „Solch Stoff, wie der zu träumen“ aufführt, und bei „Mein ferner lieber Mensch“ sind dort dann auch Miriam Dunja Berraissoul und John Arthur Westerdoll nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf der Bühne mit von der Partie. Kein Wunder, dass die „Spannung steigt“ und Berraissoul zugibt, dass sie schon langsam „aufgeregt“ ist.

lex

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