Klettern für Einsteiger beim AlpenTestival

Da muss ich runter?

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Mit dem Sichern hat es ganz gut geklappt.

GAP - Es regnet und regnet und hört nicht auf. Die Zelte auf dem Gelände der Skischanze stehen bereit und seit Donnerstag sind auch schon fast alle besetzt. Um 10 Uhr morgens habe ich auch mein Zelt mit der Nummer 802 bezogen. Dann hieß es erst einmal Schlafsack und Matratze besorgen. Das war kein Problem. Bis ich alle Klamotten und Co beisammen hatte, war ich pitschnass! Also erst einmal musste ich mich umziehen, denn um 12 Uhr fing der Kletterkurs für Einsteiger an.

Mit der Alpspitzbahn ging es 2000 Meter in die Höhe. Halt machten meine Kursteilnehmer und ich auf der Bergbahn am Osterfelderkopf. Es war ganz schön frisch da oben. Gut, dass wir für den theoretischen Teil erst einmal ins Warme durften. Florian Behnke und sein Kollege zeigten den Teilnehmern mit viel Geduld und Witz die drei verschiedenen Formen der Sicherung. "Um sich selbst zu sichern müsst ihr eine acht aus dem Seil machen und dann durch die Schlaufe am Klettergurt ziehen und dann nochmals die acht nachfahren", erklärte der Bergführerweltmeister 2014 im Klettern.

Ah, das ist ja nicht so schwer, dachte ich mir. Dann durften wir es selbst probieren. Sieht einfacher aus, als es ist, musste ich allerdings feststellen. Nach ein paar Mal üben ging es aber ganz gut. Dann kam der Tube an die Reihe. Der Tube oder Tuber ist ein röhrenförmiges Abseil- und Sicherungsgerät. Mit ihm kann man sich mit einem Halbmastknoten sichern. Das Seil immer festhalten - diesen Gedanken habe ich nie aus meinem Kopf verloren.

Da muss ich runter?

Dann ging es nach draußen. Da es wirklich kalt war und es nicht möglich war am Fels zu klettern, gingen wir an ein Geländer. Von da aus sollten wir uns nach unten seilen. "Oh mein Gott, da muss ich runter?" "Ja genau, Alma", sagte Florian. Erst einmal habe ich mich am Geländer gesichert. Dann kletterte ich über die Veranda und dann stand ich da. Meine Knie wurden ein bisschen weich und irgendwie war mir nicht mehr so kalt. Es war sehr aufregend. Das Seil zog ich durch den Tube. Unten wartete der andere Kollege und hielt das Seil fest. Ein kleines Gefühl von Sicherheit - irgendwie. "Jetzt kannst du langsam nach unten gehen und das Seil zwischen den Händen bisschen loslassen", sagte Behnke.

Stück für Stück kam ich langsam dem Boden näher. Es hat richtig viel Spaß gemacht, auch wenn das Wetter nicht so mitgespielt hatte. Etwas gelernt habe ich auf alle Fälle.

Demnächst werde ich sicherlich der Kletterhalle mal einen Besuch abstatten. Und wer weiß, vielleicht traue ich mich auch mal an eine Felswand heran. Ein neues Hobby könnte es sicherlich werden.

Von Alma Jazbec 

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