Applaus für die Ikone des Musicals – Angelika Milster erobert die Herzen des Publikums

Angelika Milster begeisterte Krün. Foto: Kornelia Wehmeier

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KORNELIA WEHMEIER, Krün – Nun war sie da. In Krün. Im Kurhaus auf der rotausgeleuchteten Bühne. Zu Pianoklängen rauschte Musicalstar Angelika Milster herein, verneigte sich zur Begrüßung vor den zahlreich gekommenen Besuchern und hatte schon ihre Herzen erobert. In schwarzer, glänzender Robe, temperamentvoll, elegant, kokett und souverän präsentierte sie sich und ihre Songs in deutsch, englisch, französisch und italienisch. Ihr Stimmvolumen ist nicht zu bremsen, auch die zarteren Töne beherrscht sie perfekt. Mit Anekdoten aus ihrer Karriere und augenzwinkernden Bemerkungen über das Älterwerden, füllte sie, ganz Diva, musikalisch und eloquent den großen Saal. Resümierend plauderte sie über ihre Engagements im Showgeschäft und ihren erfolgreichen Auftritt als schöne, schnurrige Straßenkatze in „Cats“. „Musical & More“ war dann auch das Thema des Krüner Abends im Kurhaus, und so beglückte die Milster ihr Publikum mit geschmeidiger Stimme zu einer großartigen Pianobegleitung von Harald Lierhaus mit bekannten Songs aus dieser Glitzerwelt. Evergreens wie „Night and Day“, „The winner takes it all“ oder das romantische „La vie en rose” der einstigen Königin des Chansons, Edith Piaf. Zwischendurch fragte sie kokett das Publikum „Was halten Sie von mir?“ Nach der Pause in schillerndem Grün sprühte sie das „Oh, Big Spender“ in den Saal und holte sich das Mikrophon zum Tanzpartner. Als Mozarts Muse sang sie aus „Gold mit den Sternen“, „Ich bin wie ich bin“, und bat zum mitsingen bei „Halleluja“. Auch für die Bühnenbretter des Krüner Kurhauses war es eine Premiere, diese Allroundkünstlerin zu erleben, ähnlich wie bei vielen Besuchern die aus der Region anreisten, um ihren Lieblingsstar zu sehen und zu hören. Der fulminante Schluss war dann „Macky Messer“, „When an man loves a women“ und der bekannte, melancholische Song aus „Evita“: „Weine nicht um mich Argentinien“ (Don’t cry for me Argentina) – und der Applaus wollte nicht enden. Erst als „die Milster“ sagte: „Das Licht geht aus, die Illusion wird abgeschminkt, die Show ist vorbei und der Clown und das Klavier gehen nach Hause“, war der Abend wirklich beendet. Angelika Milster ist und bleibt eine Ikone des Musicals, sie singt nicht nur ihre Songs, sie lebt sie auch.

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