Autobahnhalt Schwaiganger wartet mit Toilettenanlage und neu angelegten Stellplätzen auf

Ein Rastplatz, der sich sehen lassen kann

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Stolz auf die neue Toilettenanlage am Rastplatz Schwaiganger – die übrigens zweimal am Tag von einer Firma aus der Region gereinigt wird (v.l.): Landrat Anton Speer, Dr. Wolfgang Wüst (Präsident Autobahndirektion Südbayern), die Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber und Harald Kühn, Ohlstadts Bürgermeister Christian Scheuerer und Rüdiger Hanke, der zuständige Planer bei der Autobahndirektion Südbayern.

Region – An der Autobahn A95, in Fahrtrichtung von München nach Garmisch-Partenkirchen, konnte dieser Tage eine neue Toilettenanlage am Parkplatz Schwaiganger offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden. Das spiegelgleiche Toilettenhäuschen in Fahrtrichtung München ist ebenfalls fertiggestellt, kann aber aufgrund der andauernden Sanierungsarbeiten an der Mühlbachtalbrücke erst Ende 2017 freigegeben werden.

„Das war längst überfällig“, erklärte Dr. Wolfgang Wüst, der Präsident der Autobahndirektion Südbayern, bei der offiziellen Inbetriebnahme. Und tatsächlich kann mit den neuen WC-Anlagen ein weißer Fleck auf der Autobahnkarte getilgt werden. Denn bisher kam für „eilige Geschäfte“ entlang der A 95 nur die Rastanlage Höhenrain in Frage. „Als die Autobahn vor 50 Jahren gebaut wurde, machte man sich um diese Reisebequemlichkeiten keine Gedanken“, stellt Dr. Wüst fest. Im Zuge der Maßnahmen wurden beide Rastplätze modernisiert und um Stellplätze ergänzt. Neben den Unisex-Toi­letten gibt es auch Behinderten-WCs und Urinale. Gekostet hat die Umsetzung des Projektes 2,1 Millionen Euro.

Die Idee zur Toilettenanlage am Parkplatz Schwaiganger stammt übrigens von einer Pendlerin aus Wolfratshausen. Hartnäckig hatte sie immer wieder beim Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber (CSU) nachgefragt. Dass es dann doch einige Jahre gedauert hat, liegt nicht zuletzt daran, dass ein Plangenehmigungsverfahren auf den Weg gebracht werden musste, denn die Versorgung der beiden spiegelgleichen Rastplätze mit den erforderlichen Wasser- und Abwasserleitungen über die Pumpstation Achrain der Gemeindewerke Murnau führt entlang des FFH-Gebietes Murnauer Moos. Sowohl der Präsident der Autobahndirektion Südbayern, als auch die Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber und Harald Kühn, bedankten sich deshalb ausdrücklich beim technischen Werkleiter der Gemeindewerke Murnau, Helmut Hackl. Warum die Gemeinde Ohlstadt der Maßnahme kritisch gegenüberstand, erklärte Bürgermeister Christian Scheuerer. Ohlstadt hatte den Plan nicht etwa abgelehnt, weil man die Notwendigkeit nicht erkannte, sondern weil die Druckleitung dort verlegt wurde, wo ein Radweg entlang der St. 2062 geplant ist. „Wir wollten diese Maßnahmen verknüpfen und Synergieeffekte nutzen."

Von Ilka Trautmann

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